West Side Story: Den auf dem Musical basierenden Tanzfilm haben sich diese Tänzerinnen ausgesucht. In unterschiedlichen farbigen Kleidern interpretieren sie die Handlung. - © Karin Prignitz
West Side Story: Den auf dem Musical basierenden Tanzfilm haben sich diese Tänzerinnen ausgesucht. In unterschiedlichen farbigen Kleidern interpretieren sie die Handlung. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Dance-Academy-Schüler zeigen in Schloß Holte-Stukenbrock ihr Können

Von Ballett über Modern Jazz bis zu Hip Hop ist alles dabei

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Romantik, Leidenschaft, Action und Spannung - kaum ein anderer Ort weckt so viele unterschiedliche Emotionen, wie das Kino. Ohne Worte, dafür umso intensiver kommen diese Gefühle beim Tanzen zum Ausdruck. Beides haben am Sonntag 200 Tänzerinnen der Dance Academy von Emma Jürgens auf wunderbare Weise miteinander verbunden. "Dance On Film 2" war das gut zweistündige Programm überschrieben. Wegen des großen Publikumsinteresses liefen in der Aula des Gymnasiums gleich zwei Vorstellungen hintereinander. Eltern, Großeltern, Freunde, Nachbarn, sie alle waren gekommen und manch einer war richtiggehend "geplättet", denn "dass es so grandios werden würde", das hatte nicht nur der Großvater einer jungen Tänzerin "kaum für möglich gehalten". Auf die obligatorischen Popcorntüten wurde bei der Masse an Besuchern wohlweislich verzichtet und statt roter Kuschelsitze nahmen die Zuschauer mit der Aula-Bestuhlung vorlieb. Ansonsten aber durften sich die "Kinogänger" zurücklehnen und genießen. Wie in einem echten Filmtheater wurde mit Werbespots und genialen Choreographien zum Hit "Human" oder der TV-Serie "Game Of Thrones" gestartet. Kurze Ballettsequenzen wurden eingestreut. Denn Emma Jürgens war es wichtig, auf die berufsbegleitenden Prüfungen und die damit verbundenen Zertifikate der Royal Academy of Dance aufmerksam zu machen. Dass schon die Jüngsten sie erwerben können, wussten viele Eltern gar nicht. Kontinuierlich werden die Schwierigkeitsstufen mit den nächsten "Grades" gesteigert. "Auch ich habe diesen Weg beschritten", erzählt Emma Jürgens in der Pause. Jeder einzelne Spot und später auch jeder weitere Auftritt wird auf zwei Leinwänden neben der Bühne angekündigt. Das Symbol "Handy aus" steht als Zeichen dafür, dass der "Dance On Film 2" beginnt. Schwarz gekleidete Tänzerinnen erscheinen in der Dunkelheit. Nur ihre Gesichter werden mit kleinen Kerzen, die sie in den Händen tragen, angestrahlt. "Flashlight". Emma Jürgens hatte die emotionale Choreographie mit den Tänzerinnen erarbeitet. Wie auch die so vieler anderen Stücke. Hilfe bekam sie von den weiteren Lehrern Ilona Ickle, die mit den Jüngsten trainierte, Hip-Hop-Pädagoge David Palsmeyer, Annika Hofgesang und Samantha Forgione. Von "Bibi und Tina" über die "Ghostbusters" und die "West Side Story" liefen so bekannte Filme wie "Ice Age", "Schokolade zum Frühstück" oder "Blood Diamond". Höchst unterhaltend, ausdrucksvoll und auf hohem technischen Niveau setzten die Schülerinnen der Dance Academy von Emma Jürgens die filmischen Handlungen mit unterschiedlichen Tanzstilen um. Dazu passend waren Kostüme genäht, gebastelt oder eigens in England bestellt worden. Und viele Mamas halfen hinter der Bühne mit, unendlich viele Frisuren zu flechten, Gesichter zu schminken und aufmunternde Worte zu sprechen. Ballett, Modern Jazz, Hip Hop, Unterhaltungstanz, all das wurde auf der Bühne umgesetzt. "Wir haben versucht, das Programm bunt und unterhaltend zu gestalten", berichtete Emma Jürgens. Ein halbes Jahr lang war für die beiden großen Vorstellungen geprobt worden. Und die Besucher waren sich am Ende einig: "Das war ganz großes Kino."

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