Streusalz für eine Woche Dauerglätte: Andreas Elbracht vom Bauhof Schloß Holte-Stukenbrock vor einem Berg des Schmelzmittels. Die rote Markierung an der Wand zeigt es an - derzeit lagern hier 65 Tonnen. - © Benedikt Schülter
Streusalz für eine Woche Dauerglätte: Andreas Elbracht vom Bauhof Schloß Holte-Stukenbrock vor einem Berg des Schmelzmittels. Die rote Markierung an der Wand zeigt es an - derzeit lagern hier 65 Tonnen. | © Benedikt Schülter

Schloß Holte-Stukenbrock Wie Schloß Holte-Stukenbrocks Bauhof sich auf den Winter vorbereitet

Astronomischer Winteranfang ist erst am 21. Dezember. Doch Glätte und Schnee halten sich in der Regel nicht an Stichtage

Benedikt Schülter

Schloß Holte-Stukenbrock. Alle Jahre wieder, wenn die Temperaturen fallen, kann es auf den Straßen rutschig werden - Schnee und Eis für Chaos sorgen. Dagegen zeigen sich die Mitarbeiter des Bauhofs gewappnet. Andreas Elbracht ist davon überzeugt, dass seine Mitarbeiter für einen Wintereinbruch gut gerüstet sind. Der 52-Jährige ist der Leiter des Betriebs und hat schon einige harte Winter erlebt. Zwischen 2012 und 2013 mussten seine Mitarbeiter 35-mal ausrücken um die Straßen wieder freizumachen. In der vergangenen Saison brauchten sie dagegen nur elfmal gegen die Glätte vorzugehen. In diesem Jahr scheint es momentan nicht anders zu laufen. "Wir kriegen morgens und abends die Vorhersagen eines Wetterdienstes für den kommenden Tag geliefert und dann entscheiden wir, ob sich meine Mitarbeiter bereit halten müssen oder nicht", sagt der Bauhofleiter. Laut Elbracht fahre dann ein Kollege um vier Uhr morgens ein paar Straßen ab um zu entscheiden, ob gestreut werden muss. Bei so einem Einsatz seien dann zwölf Leute unterwegs. Vier Fahrzeuge verstreuen Salz und drei Fußtrupps lassen das Eis an Bushaltestellen und auf Zebrastreifen schmelzen. Dafür lagert der Bauhof in einem Bunker genügend Natriumchlorid - Salz. Derzeit sind es noch 65 Tonnen des Auftaumittels, das hier aufgeschichtet auf seinen Einsatz wartet. Das reiche bei einer extremen Wetterlage für eine Woche, erklärt Elbracht. Man sei also auf den Fall der Fälle vorbereitet. Dennoch werde jetzt schon mal vorsorglich nachgeordert. "Am Montag kommt noch eine Ladung Salz - 50 Tonnen", sagt der Bauhofleiter. Dann sei der Bunker aber voll. Die Männer des Bauhofs sind aber nicht für alle Straßen und Gehwege zuständig. Grundsätzlich trägt die Gemeinde die Verantwortung der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Doch diese wird durch eine Satzung an die Hauseigentümer der angrenzenden Grundstücke übertragen. "Der Winterdienst ist nicht nur die Sache der Stadt", sagt Manfred Bonensteffen. Vor allem Grundstückseigentümer in den Siedlungsbereichen, in denen Tempo 30 vorgesehen ist, müssen selbst Winterdienst verrichten und die Gehwege vor ihrem Haus freihalten, erklärt der Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Umwelt. Dazu gehöre Schnee zu räumen und zu streuen. Das sei Bürgerpflicht. Halte man sich nicht daran, hätten die "Streumuffel" von Seiten der Stadt wohl trotzdem nichts zu befürchten, sagt Bonensteffen. Bisher sei noch kein Bußgeld verhängt worden. "Wir fahren jetzt nicht von Straße zu Straße um zu kontrollieren, ob jemand seinen Bürgersteig geräumt hat", sagt der Fachbereichsleiter.

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