Aktuelle Zahlen und Informationen: Gabriele Nitsch (v. l.), Vorsitzende der Verbandsversammlung, Annegret Weber (stellvertretende VHS-Leiterin und Fachbereichsleiterin), VHS-Leiter Josef Lieneke, Fachbereichsleiterin Anke Reinisch, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (Schloß Holte-Stukenbrock), Afrodita Mustafic-Woyna (Fachbereichsleiterin Integration), Referent Michael Sternberg und Fachbereichsleiterin Dimitra Vovoli. - © Karin Prignitz
Aktuelle Zahlen und Informationen: Gabriele Nitsch (v. l.), Vorsitzende der Verbandsversammlung, Annegret Weber (stellvertretende VHS-Leiterin und Fachbereichsleiterin), VHS-Leiter Josef Lieneke, Fachbereichsleiterin Anke Reinisch, Bürgermeister Hubert Erichlandwehr (Schloß Holte-Stukenbrock), Afrodita Mustafic-Woyna (Fachbereichsleiterin Integration), Referent Michael Sternberg und Fachbereichsleiterin Dimitra Vovoli. | © Karin Prignitz

Verl/Schloß Holte-Stukenbrock VHS-Zweckverband: Etat springt über die Millionenmarke

Während das laufende Jahr mit einem Überschuss von 60.000 Euro abschließt, sind die Aussichten für 2017 nicht ganz so rosig

Karin Prignitz

Verl/Schloß Holte-Stukenbrock. Teilnehmer aus 67 Nationen haben im Zweckverband der Volkshochschule (VHS) Verl-Harsewinkel-Schloß Holte-Stukenbrock in diesem Jahr Deutsch gelernt. Diese Zahlen hat Afrodita Mustafic-Woyna, Fachbereichsleiterin Integration, ermittelt. Eben diese sprunghaft angestiegene Nachfrage nach Sprach- und Integrationskursen hat die Erträge, aber auch die Aufwendungen nach oben schnellen lassen. VHS-Leiter Josef Lieneke konnte zum zweiten Mal in Folge einen Haushaltsplan vorstellen, der die Grenze von einer Million Euro überschreitet. Für das aktuelle Jahr wird mit einem Jahresüberschuss von etwa 60.000 Euro gerechnet. Für 2017 kalkuliert die VHS mit Gesamterträgen von knapp 1,4 Millionen Euro und einem Jahresfehlbetrag von gut 15.000 Euro. Er soll durch die Ausgleichsrücklage beglichen werden. Dank einer Erhöhung von fünf Prozent wird der Zweckverband im kommenden Jahr Landeszuweisungen in Höhe von knapp 211.000 Euro erhalten, das sind rund 10.000 Euro mehr als im Jahr 2016. Aufgrund der hohen Zuweisungen von Flüchtlingen und Asylbewerbern werde der Ansatz für die Integrationssprachkurse im Vergleich zum noch laufenden Jahr in 2017 um 177.000 Euro höher angesetzt, erläuterte Josef Lieneke. Grund seien die bereits jetzt geplanten Kurse und Lehrgänge und gestiegene Teilnehmerzahlen in den einzelnen Lehrgängen. "Die Zuwendungen werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gezahlt." Fortgesetzt werden sollen Maßnahmen, die mit ESF-Mitteln (Europäischer Sozialfonds für Deutschland) gefördert werden. Aktuell laufen vier Maßnahmen in den drei Mitgliedskommunen, die als schulergänzende Sprachförderung an den weiterführenden Schulen durchgeführt werden. Weil der Beratungsbedarf nahezu konstant bleibe, die Beratungen für Bildungsschecks jedoch abgenommen hätten, seien die Erträge für die Beratungen Bildungsscheck, -prämie und zur beruflichen Entwicklung auf 5.000 Euro reduziert worden, erläuterte Lieneke. 35 Euro pro Stunde für Dozenten in den Integrationskursen Für Tagesfahrten und Exkursionen rechnet die VHS im Jahr 2017 mit 17.000 Euro. Der Ansatz der Auftragsmaßnahmen ist um 3.000 Euro auf insgesamt 10.000 Euro reduziert worden. Geplant seien sechs Lehrgänge für die weiterführenden Schulen sowie zwei Betriebssportgruppen und weitere Schulungen für die Kommunen und Kindertagesstätten. In Verl hat die VHS im Jahr 2012 eigene Räume bekommen. In Schloß Holte-Stukenbrock werden  Büroräume in der ehemaligen Ursulaschule in einer Größe von knapp 167 Quadratmetern genutzt. Geplant ist hier, einen weiteren 15 Quadratmeter großen Raum anzumieten. Die jährliche Miete beträgt rund 14.000 Euro. Die Mietkosten für die VHS-Geschäftsstelle sind mit 9.000 Euro angesetzt. Um 15.000 Euro reduziert worden sind die Aufwendungen der Honorarzahlungen. Die Höhe der Dozentenhonorare für Integrationskurse hat die VHS aufgrund mehr geplanter Kurse und einer Erhöhung auf 35 Euro pro Unterrichtsstunde auf 350.000 Euro festgesetzt. Für Möbel, Computer sowie andere Ausstattungsgegenstände werden rund 16.000 Euro zu Buche schlagen. Zur Sprache kam auch, dass 75.000 Euro aus den erwirtschafteten Überschüssen der vergangenen Jahre an die Mitgliedskommunen ausgezahlt werden sollen. Wunsch der VHS ist es, dass die Summen zweckgebunden für die Modernisierung der Medienausstattung von Unterrichtsräumen oder für die Bereitstellung oder Anmietung von Räumen investiert werden, "um die VHS für die großen gesellschaftspolitischen Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen".

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