Gute Lage: Heinrich Schengbier brachte als Vorsitzender des Finanzausschusses den Haushalt 2017 ein. - © Frauke Brauns
Gute Lage: Heinrich Schengbier brachte als Vorsitzender des Finanzausschusses den Haushalt 2017 ein. | © Frauke Brauns

Werther/Harsewinkel Gute finanzielle Lage im Kirchenkreis Halle

Die evangelischen Gemeinden verfügen über insgesamt 6,9 Millionen Euro. Die Bildung des gemeinsamen Kreiskirchenamtes für Gütersloh und Paderborn stand im Blickpunkt

Frauke Brauns

Werther/Harsewinkel. Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Halle, die am Freitag im Gemeindehaus Werther zusammengekommen war, verlief, wie von Superintendent Walter Hempelmann prognostiziert, in ruhiger und sachlicher Atmosphäre. Der Hauptpunkt der zweistündigen Synodentagung, die Beratungen über den Haushalt 2017, war vom Einverständnis der 52 anwesenden Synodalen geprägt. Bekanntlich gehört auch die evangelische Kirchengemeinde Harsewinkel dem Kirchenkreis Halle an. "Wir haben den Haushalt für 2017 vorsichtig und mit Bedacht geplant", betonte Heinrich Schengbier, der als Vorsitzender des Finanzausschusses den Haushalt einbrachte. Die gute wirtschaftliche Lage zeigt sich in einem Plus, das zum größten Teil in die Gemeinden fließt. Mit eigenen Einnahmen verfügt der Evangelische Kirchenkreis Halle in 2017 über rund 6,9 Millionen Euro. 5,9 Millionen Euro kommen als Zuweisung von der westfälischen Landeskirche - das sind rund 300.000 Euro mehr als im Vorjahr. Trotz der Mehreinnahmen dank der weiterhin positiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft empfahlen der Finanzexperte und Superintendent Walter Hempelmann Sparsamkeit. Während die Zahl der Gemeindeglieder weiter sinkt, steigen die Ausgaben für die Versorgungskasse der Pfarrerinnen und Pfarrer, Gebäudeerhalt, Energie, Lohn und Gehalt. Der Haushalts- und Stellenplan für das nächste Jahr wurde einstimmig angenommen. Bernd Zirbes, Leiter der gemeinsamen Verwaltung Gütersloh/Halle, berichtete, dass der Umbau am bestehenden Kreiskirchenamt in Gütersloh begonnen habe. Das Haus Moltkestraße 10 sei im Oktober geräumt worden, und der Abriss des Anbaus von 1951 schaffe nun zuerst eine neue Zufahrt für die Baufahrzeuge. In mehreren Schritten werden die beiden Häuser Nr. 10 und 12 umgebaut oder erweitert. Zwar nimmt das gemeinsame Evangelische Kreiskirchenamt (EKKA) am 1. Januar 2017 seine Arbeit auf. Die Umzüge von 16 Mitarbeitenden aus Paderborn nach Gütersloh werde erst im Sommer oder Herbst 2017 stattfinden können, so Zirbes. Zum Abschluss der Synode wies Walter Hempelmann alle Anwesenden auf das Pop-Oratorium Luther am 11. März in das Gerry-Weber-Stadion hin. Viele Chöre nicht nur im Kirchenkreis Halle bereiten sich zurzeit darauf vor. Zum Reformationsjubiläum sind außerdem wieder Kantatengottesdienste in den Gemeinden geplant sowie ein Ehrenamtsfest am 10. Juni im Gerry-Weber-Event-Center. "Die Reformation war auch eine kritische Anfrage an eine Kirche, die nur von Hauptamtlichen getragen wird. Wir wollen aber keine Pastorenkirche sein, und freuen uns über die vielen Ehrenamtlichen", so Hempelmann.

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