Weihnachtsbaum aufgestellt: Auf dem blauen Sofa vor ihrer gespendeten Nordmanntanne nehmen Christian, Ferris, Birgit und Fiona Orlet Platz. Die Helfer des Arbeitskreises Brauchtum der Schützenbruderschaft Liemke, die den Baum aufgestellt haben, bekommen von den Liemker Dorfentwicklern einen symbolischen Geldschein in Höhe von 500 Euro überreicht. - © Sibylle Kemna
Weihnachtsbaum aufgestellt: Auf dem blauen Sofa vor ihrer gespendeten Nordmanntanne nehmen Christian, Ferris, Birgit und Fiona Orlet Platz. Die Helfer des Arbeitskreises Brauchtum der Schützenbruderschaft Liemke, die den Baum aufgestellt haben, bekommen von den Liemker Dorfentwicklern einen symbolischen Geldschein in Höhe von 500 Euro überreicht. | © Sibylle Kemna

Schloß Holte-Stukenbrock Das zweite Leben der Ortlet-Nordmanntanne

Liemke: Schützen und Dorfentwickler stellen sieben Meter hohe Tanne auf

Sibylle Kemna

Schloß Holte-Stukenbrock. Der Weihnachtsbaum hatte den Liemkern gefehlt. Im vergangenen Jahr war mangels Kran keiner aufgestellt worden. Deshalb haben die Liemker Dorfentwickler ihren Kalendererlös dafür gespendet, dass der Arbeitskreis Brauchtum am Samstag eine von Familie Orlet gespendete Nordmanntanne auf dem Dorfplatz aufstellen konnte. Strahlender Sonnenschein begleitete die Männer bei der Arbeit. Sie hatten die Tanne bei den Orlets gefällt und ohne viel Federlesens aufgerichtet. Die Beleuchtung hatten die Helfer des Arbeitskreises Brauchtum der Schützenbruderschaft Liemke bereits vor dem Aufrichten angebracht, ein Lkw mit Ladekran half. Die Nachbarschaft Teichweg, Kaunitzer Straße hatte leckere Brötchen geschmiert, die Landfleischerei Busche hatte das Mett und die Wurst gestiftet - so wurde aus der Arbeit ein kleines Fest, dem einige Liemker beiwohnten. "Früher haben wir immer den Kran von einer Firma gestellt bekommen und als das nicht mehr ging, ist im vergangenen Jahr kein Baum aufgestellt worden", berichtete Gerd Blumenthal. Die im Jahr 2003 begründete Tradition war also unterbrochen worden und weil das von vielen Liemkern bedauert worden war, stiftete die Dorfentwicklung Liemke die Einnahmen des Liemker Kalenders 2017 unter dem Titel "Mit dem blauen Sofa durch Liemke". Da der von der Familie Orlet gestiftete Baum mit sieben Metern Höhe leichter zu transportieren und errichten war, als gedacht, "bleibt noch Geld für das Maibaumaufrichten", meinte Blumenthal schmunzelnd. "Ich wollte den Baum ja nicht fällen lassen, aber mein Mann meinte, der muss weg", berichtete Birgit Orlet, die sich jetzt doch über mehr Licht im Haus freut, da die Tanne aus dem Vorgarten verschwunden ist. Schon vor einem Dutzend Jahren war die Nordmanntanne übrigens ein etwa ein Meter hoher Weihnachtsbaum gewesen, der von den Orlets eingepflanzt wurde. Nun sind sie froh, dass er das Liemker Ortszentrum weihnachtlich schmückt.

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