Kühe: In seiner Landfleischerei verkauft Martin Busche das Fleisch der eigenen Tiere vom Bauernhof. Hier bekommen die Tiere Stroh. Der 37-jährige Liemker kann sich kaum einen schöneren Beruf vorstellen. - © Karin Prignitz
Kühe: In seiner Landfleischerei verkauft Martin Busche das Fleisch der eigenen Tiere vom Bauernhof. Hier bekommen die Tiere Stroh. Der 37-jährige Liemker kann sich kaum einen schöneren Beruf vorstellen. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Fragen-Domino: Warum Martin Busche so gern Bauer ist

"Ich bin ein richtiges Land-Ei"

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Fragen, die sie immer schon einmal loswerden wollten, stellen Schloß Holte-Stukenbrocker anderen Bürgern der Stadt. Diesmal möchte Katja Austermeier so einiges von Martin Busche erfahren. Du betreibst eine Landfleischerei in Liemke. Erzähl doch mal, was Du dort so alles machst und was das Besondere daran ist. Martin Busche: Das Besondere an unserer Fleischerei liegt in der Vermarktung der eigenen Tiere von unserem Bauernhof. Unser Schwerpunkt hier liegt in der Aufzucht von Schweinen und Rindern. Unsere Kunden und gerade die Kinder schauen gerne in die Ställe, um sich ein Bild von der Haltung sowie der Fütterung zu machen. Nach der Schlachtung werden die Tiere bei uns zerlegt, verwurstet und für den Verkauf vorbereitet. Wir vermarkten unsere Produkte in unserem Hofladen, auf Wochenmärkten, über unseren Verkaufsautomaten, sowie Partyservice mit unseren Imbiss-Anhängern. Wer hilft Dir dabei? Hast Du Angestellte oder geht Dir die Familie zur Hand? Busche: All dieses ist alleine gar nicht zu schaffen. Und auch wenn man in so einer großen Familie hier und da mal aneckt, lautet unser Motto: Gemeinsam sind wir stark! Das heißt meine Eltern, meine Schwester mit Familie, meine Familie. Außerdem werde ich noch von Freunden und unseren Angestellten unterstützt. Wenn Deine Kinder jetzt ins Berufsleben starten müssten, würdest Du Ihnen nach dem jetzigen Stand der Dinge zu einem Beruf in der Landwirtschaft oder Fleischerei raten? Busche: Ja, wenn eines der Kinder Interesse und Spaß daran hätte! Warum auch nicht? Es sind schöne und interessante Berufe. Jeder möchte das Beste für seine Kinder. Ich persönlich bin aber davon überzeugt, dass man nicht erst studieren muss, um im Leben weiter zu kommen. Dein Hobby ist die Musik, was für ein Instrument spielst Du und wo kann man Dich hören? Busche: Ich spiele Posaune. Leider fehlt mir momentan die Zeit zum Musizieren. Ich habe über 25 Jahre aktiv im Städtischen Blasorchester Schloß Holte-Stukenbrock mitgespielt. Diese lange Zeit prägt. Darum bleibe ich dem Verein auch nach meiner aktiven Zeit verbunden. Was ist das Besondere an dieser Art von Musik? Busche: Das Besondere an der Musik: Ein Instrument zu spielen, ist eine Bereicherung und Musik verbindet. Gemeinschaftlich zu musizieren ist nicht Alters-, Gesellschafts- , Geschlechts- oder Nationalitäten abhängig. Noten sind international. Hast Du noch Zeit für andere Hobbys? Wenn ja, welche oder was würdest Du noch gerne tun, wenn die Zeit es erlauben würde? Busche: Nun ja, ich habe Spaß an landwirtschaftlichen Maschinen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich Arbeiten mit unserem Schlepper ausführen kann. Erntemaschinen sind schon beeindruckend. Wie sieht Dein perfekter Urlaubstag aus und wo würdest Du ihn verbringen? Busche: Wenn ich den Tag mit meiner Frau und meinen Kindern verbringen kann. Und wenn jeder von uns am Ende des Tages zufrieden auf den Tag zurückschaut und mit einem Lächeln im Gesicht einschläft, dann möchte ich doch von einem perfekten Tag sprechen; egal wo wir diesen gemeinsam erleben. Wenn Du Dir einen Ort auf der Welt aussuchen solltest, wo würdest Du mit Deiner Familie am liebsten leben wollen? Busche: Es gibt tolle Ecken, tolle und interessante Länder zum Urlaub machen, aber leben? Nein. Ich gestehe, ich bin ein richtiges Land-Ei! Und es ist noch viel schöner, eine Frau und Kinder zu haben, mit denen ich das Leben hier leben, erleben und genießen kann. Zuletzt erschienen Ulrike Ahnfeld von der Jugendhilfe, Naturliebhaberin Katharina Birkenfeld, Musiker Dominik Mersch, Heilpraktikerin Ute Schniedermann, die Schwäbin Gabriele Antpöhler, Geschäftsführer Sebastian Brink, Diplom-Designerin Jennifer Sieweke, der Chinese Caijing Weng, Florist Christoph Wulf, Hausmeister Wigbert Fockel, Feuerwehrmann Konrad Esser, Stadtführer Otmar Lüke, der syrische Flüchtling Ahmad Jnneid, Immobilienmakler Manfred Oekenpöhler, Safaripark-Chef Fritz Wurms, Jagdhornbläser Wilhelm Kipshagen sowie Agrarbetriebswirt Johannes Broeker, Brudermeister Ulrich Teipel, Hermann-Josef Brummelte, Vorsitzender des Vereins "Unser Dorf Stukenbrock-Senne", Heimatkenner Ludwig Teichmann und Verkaufsleiterin Katja Austermeier.

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