Wärmendes: Mit einer "Heißen Marille", die es am Stand der Handballabteilung des FC gibt, stoßen Andreas und Michaela Sudermann, Detlev und Barbara Moosdorf sowie Mechthild Steinhöfer (v. l.) an. - © Karin Prignitz
Wärmendes: Mit einer "Heißen Marille", die es am Stand der Handballabteilung des FC gibt, stoßen Andreas und Michaela Sudermann, Detlev und Barbara Moosdorf sowie Mechthild Steinhöfer (v. l.) an. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Neue Attraktion auf dem Weihnachtsmarkt in Stukenbrock

Das zauberhafte Hüttendorf am Fuße der St.-Johannes-Kirche zieht viele Besucher an

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Menschen aus Stukenbrock, Menschen aus der gesamten Stadt, aber auch aus den Nachbargemeinden tummelten sich am Samstag und Sonntag im gemütlichen Hüttendorf des Stukenbrocker Weihnachtsmarktes. Die Organisatoren der Ortsgemeinschaft hatten ein Programm aus Gemütlichkeit, Tradition und Attraktion gestrickt, das den Geschmack der vielen Besucher traf. Hauptattraktion war das erstmals angebotene Eisstockschießen. Christian Nagel war auf dem Heumarkt in Köln auf das nun wohl neue Markenzeichen des Stukenbrocker Weihnachtsmarktes aufmerksam geworden. Seine Mitstreiter und die Mitwirkenden konnte er schnell von der Idee überzeugen. Das Publikum offensichtlich auch. Die von Tannen umsäumte, zwölf Meter lange Kunststoffbahn war beinahe durchgängig belebt. "Wie Golfen, nur ohne Schläger", so beschrieb der neunjährige Max seinen ersten Eindruck. Eisstockschießen, ein Sport mit langer Tradition. Vor allem im Alpenraum. Jetzt auch in Stukenbrock. "Max, jetzt mit richtig Schwung", so feuerte ihn sein jüngerer Bruder Henri (7) an. Am Ende aber hat doch "Papi" Martin haushoch gewonnen. "Macht nichts", fanden die Söhne, denn ihnen, wie auch allen anderen Eisstockschießern kam es vor allem auf den Spaß und das Gemeinschaftserlebnis an. An beiden Tagen kam der Nikolaus (Christian Nagel) in Stukenbrock vorbei. Am Samstag konnten die Kinder ihre Wunschzettel und Gedichte persönlich bei ihm abgeben und mit dem Mann sprechen, der nach seiner langen Reise auf einem großen Nikolausstuhl auf der Bühne Platz nahm. "Tischler Peter Murke hat den Stuhl extra für den Weihnachtsmarkt gemacht", berichtete Daniel Gerkens. Bewusst setzten die Organisatoren am Samstag darauf, keine Geschenke zu verteilen. "Dieses Nichtkommerzielle kommt gut an", meinte Daniel Gerkens. Süßes gab es dann am Sonntag. Die Eltern hatten also die Wahl. Ein Dutzend Vereine und Organisationen beteiligten sich am Markt, der am Fuße der St.-Johannes-Kirche stimmungsvoll die Adventszeit einläutete. Darunter die Schützen, die Fußballer des FC Stukenbrock mit diesmal drei Holzhütten und einem Zelt, die FC-Tennisabteilung mit ihrem begehrten Tombola-Stand und 1.700 Preisen, Kolping und die Pfarrjugend, die FC-Handballer, die Stukenbrocker Frauen vom Land mit leckeren Reibekuchen, der Gasthof Kuhkamp mit Wildgulasch, Fleischerei Sander mit Grünkohl, das Sennehotel mit Hot-Wiskey. Auch das Mobil des Stukenbrocker Karnevalsvereins (SKV) war vertreten und das St.-Johannes-Blasorchester unterhielt mit weihnachtlichen Klängen. Entlang der 30 Hütten, Zelte und Stände duftete es nach Glühwein, Kakao, Honigmet, Eierpunsch, süßen Waffeln und Apfelsinen und Flammkuchen. Vor allem aber nach ganz viel Gemütlichkeit. Genau diese Mischung ist es, die die Weihnachtsmarktgänger so lieben. "Wir treffen uns hier jedes Jahr mit Freunden", berichteten Andreas und Michaela Sudermann, Detlev und Barbara Moosdorf sowie Mechthild Steinhöfer aus Stukenbrock und Schloß Holte vor der Hütte der FC-Handballer. "Das ist Völkerverständigung", scherzt die Gruppe und prostete sich mit einer "Heißen Marille" zu. Am Sonntag freuten sich vor allem die jüngsten über eine große Kinder-Zaubershow mit Wondini. Der Chor der Baptistengemeinde Augustdorf sang. Jugendliche des FC Stukenbrock tanzten. Und natürlich gab es auch wieder das stimmungsvolle Turmblasen. Mit dem Einsatz von nur sechs Organisatoren (Daniel Gerkens, Markus Krogmeier, Christian Nagel, Henrik Thorwesten, Eva Neisens und Veronika Murke) ist der Stukenbrocker Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt worden. Wiederum ohne finanzielle Unterstützung der Stadt. "Ein kaum zu ermessender Kraftakt" meint ein Besucher. "Das ist aller Ehren wert. Echt gemütlich hier."

realisiert durch evolver group