Ausbau: Der Marktweg wird zur Fahrradstraße. - © Sabine Kubendorff
Ausbau: Der Marktweg wird zur Fahrradstraße. | © Sabine Kubendorff

Schloß Holte-Stukenbrock Marktweg in Schloß Holte wird zweite Fahrradstraße

Ausbau: Der zweite Teil des Projektes hat begonnen. Vor den Sommerferien sollen die Arbeiten an Marktweg abgeschlossen sein. An der Beschilderung könnte sich noch etwas ändern. Bisher gilt „Anlieger frei“.

Sigurd Gringel

Schloß Holte-Stukenbrock. Das Pilotprojekt „Fahrradstraße“ am Pollhansplatz in Schloß Holte geht in die zweite Runde. In dieser Woche haben die Arbeiten am Marktweg begonnen. Bis zu den Sommerferien soll das Projekt abgeschlossen sein. Im vergangenen Jahr ist bereits die Pollstraße fertiggestellt worden; das Pilotprojekt schließt sowohl Pollstraße als auch Marktweg ein. Am Marktweg entsteht eine vier Meter breite Asphaltfahrbahn mit beidseitigen etwa 1,50 Meter breiten gepflasterten Gehwegen. Im November sind die beiden Straßen als Fahrradstraßen ausgeschildert worden. Nebeneinander fahren erlaubt „Fahrradfahrer können die ganze Straßenbreite nutzen und dürfen sogar nebeneinander fahren. Das ist normalerweise nicht erlaubt“, erklärt der Bezirksbeamte Claus Mikus. Autofahrer müssen Radfahrern den Vorrang lassen. Irritationen hat allerdings das Zusatzschild „Anlieger frei“ ausgelöst. Autofahrer auszuschließen sei von der Politik nicht gewollt gewesen. Ordnungsamtsleiter Egon Henkenjohann hatte im Fachausschuss erklärt, dass das Verkehrsschild notwendig sei, weil andernfalls überhaupt kein Pkw hätte durchfahren dürfen. Als Anlieger gelten Bewohner an der Straße, aber auch Menschen, die ihre Kinder zur Schule bringen oder Flaschen zum Altglascontainer. Das sagt die Polizei. Die CSB hat mittlerweile einen Antrag eingebracht, das Schild „Anlieger frei“ gegen das Schild „Kfz frei“ zu tauschen. Sie argumentieren, dass sich der Verkehr seit der Beschilderung zu Lasten der Straße Am Ehrenmal verlagert habe. Im nächsten Ordnungsausschuss am 4. Juli wird über den Antrag diskutiert. Die Stadtverwaltung hat sich bereits eine Meinung dazu gebildet und wird in der Sitzung eine Empfehlung aussprechen, sagt Manfred Bonensteffen vom Fachbereich Tiefbau. Wie die lautet, das will er jetzt noch nicht verraten. Das Pilotprojekt am Pollhansplatz ist nicht zeitlich begrenzt, weil Umbauten notwendig waren. Die müssten zum Teil wieder rückgängig gemacht werden, um den Zustand vor dem Ausbau wiederherzustellen. Eine Änderung der Beschilderung genüge nicht, ergänzt Manfred Bonensteffen. Der Ausbau des Marktwegs kostet 92.000 Euro.

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