Im Freien: Vor 70 Christen leitete Vikar Christian Albert die Maiandacht in der Waldkapelle. - © Kristoffer Fillies
Im Freien: Vor 70 Christen leitete Vikar Christian Albert die Maiandacht in der Waldkapelle. | © Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock Maiandacht in der Waldkapelle

Seit zehn Jahren: Die kleine Kapelle mit Marienfigur ist immer gut gepflegt, die Eheleute Pollmeier kümmern sich darum. Vandalismus trübt die Freude etwas. Der Heideverein hat Baupläne für diesen Sommer

Kristoffer Fillies

Schloß Holte-Stukenbrock. Mit einer Lichtprozession feierten die St.-Heinrich-Gemeindemitglieder jetzt die Maiandacht zum zehnjährigen Bestehen der Waldkapelle am Ebbinghausweg. Dazu wanderten sie mit Vikar Christian Albert von der St.-Heinrich-Kirche zum kleinen Häuschen mit Marienfigur und hielten dabei entzündete Kerzen in den Händen. Die Lichter stellten sie nach dem kleinen Gottesdienst in die Kapelle. Am 13. Mai 2008 konnten die Christen die Waldkapelle einweihen. Der Heideverein hatte sie gebaut. Seitdem kümmern sich die Eheleute Waltraud und Josef Pollmeier darum, dass die Kapelle immer top gepflegt ist. Die beiden wohnen nur wenige Schritte von dem idyllisch im Buchenhain gelegenen Heiligenhäuschen entfernt und haben jetzt am Tag vor der Maiandacht noch einmal ordentlich sauber gemacht. „Ich habe das Dach vom Laub befreit, und mein Mann kümmerte sich um Bewässerung und die handwerklichen Arbeiten", sagte Waltraud Pollmeier. Beide sind langjährige Mitglieder des Heidevereins Sende, der 1991 mit dem Ziel gegründet wurde, Brauchtum und Sitte zu erhalten. Mitglied Eckard Jungeilges kümmert sich seit jeher um die Bepflanzung rund um die Waldkapelle. Und Ehrenvorsitzender Rolf Klostermeier hat zur Maiandacht eine Beschallungsanlage gestellt. Damit war Vikar Christian Albert von den 70 Leuten gut zu hören. Wahrscheinlich müssen wir sie abschleifen und neu lackieren Während die Waldkapelle schön herausgeputzt war und auch die Büsche und Blumen um sie herum farbkräftig leuchteten, trübte Vandalismus auf einer der beiden roten Sitzbänken die Freude von Waltraud Pollmeier. „Nachdem wir gestern sauber gemacht hatten, muss jemand hier diese Buchstaben eingeritzt haben." Initialen und ein Halbsatz mit Rechtschreibfehlern prangen nun auf der Oberseite der Bank. „Wahrscheinlich müssen wir sie abschleifen und neu lackieren", sagte Josef Pollmeier. Bald wird der Heideverein einen kleinen Weg von der Kapelle bis zur Straße pflastern. Die Idee gab es schon länger, nun werden die Mitglieder den Bau in Eigenregie durchführen. Rolf Klostermeier: „Bis zu unserem Heidefest im September wird der Weg fertig sein." Die Maiandacht endete mit dem Lied „Der Mai ist gekommen", das die Blaskapelle Hövelriege spielte. Danach gingen die Christen in den Garten der Pollmeiers, wo es Bratwürstchen und Kaltgetränke gab und sich die Gemeindemitglieder noch längere Zeit unterhielten.

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