Fündig geworden: Claudia Drosten (Mitte) hat sich für Schlüsselblumen, Tomatenpflanzen, Lungenkraut und mehr entschieden; links Marina Arens, rechts Thomas Sokolowski. - © Anne Mann
Fündig geworden: Claudia Drosten (Mitte) hat sich für Schlüsselblumen, Tomatenpflanzen, Lungenkraut und mehr entschieden; links Marina Arens, rechts Thomas Sokolowski. | © Anne Mann

Güterloh Beim Staudentausch müssen Gartenfreunde schnell sein

Staudentauschbörse: Im Stadtpark nutzen so viele Gartenfreunde wie noch die Gelegenheit

Anne Mann

Güterloh. Waldmeister breitet sich gerne aus. Er ist gut geeignet, um freie Flächen zu schließen. Asarum sind giftige Grünpflanzen, die im Schatten wachsen. Physalis, auch Kapstachelbeere oder Andenbeere genannt, kann man essen... Auf der Staudentauschbörse im Stadtpark wuselte es wie noch in keinem Jahr. Neben dem Tauschgeschäft flossen jede Menge Informationen rund um Pflanzen, Natur- und Umweltschutz und Imkerei. Eine Viertelstunde nach Öffnung waren die ersten Sorten vergriffen, nach einer Stunde die Stände bald leer geräumt. "Ich bin begeistert", sagte Daniela Toman, Vorsitzende des Förderkreises Stadtpark-Botanischer Garten. Der Förderkreis veranstaltete in diesem Jahr die 20. Auflage der Tauschbörse. Wer keine Pflanzen mitbrachte, konnte dem Verein Geld spenden. Erstmals war eine Eingangsschleuse aufgebaut. Sie sollte verhindern, dass sich die ersten Interessenten schon vor Beginn bedienten. "Es ist selten, dass Städte für derartige Börsen Stauden zur Verfügung stellen", sagte Matthias Borner, bekannt durch Ostwestfälisch-Kenntnisse und engagiert im Förderkreis. Der Fachbereich Grünflächen hatte Dreimasterblumen, Taglilien und jede Menge Diamant Reitgras zur Verfügung gestellt. Ein Beet voll Elfenblumen war schnell leer geräumt. Claudia Drosten hatte Schlüsselblumen, Tomatenpflanzen und Lungenkraut gefunden. "Hier ist ein Farn, der nicht erfroren ist", freute sich Gabriele Browne. Ihre Pflanzen hatten den Winter nicht überstanden. Heiner Schürmann beteiligt sich seit zwanzig Jahren an der Börse. Hans-Bernd Hensen hatte wie in jedem Jahr seltene Pflanzen im Angebot. Heidi Lorey war zum ersten Mal dabei. "Ich habe ein Beet neu gestaltet und kann die ausgemachten Weinberg-Iris einfach nicht wegwerfen", sagte sie. "Da bot sich die Börse an - und es macht Spaß". Barbara Weidler (Förderkreis) hatte Samen aus ihrem Garten gesammelt: Sonnenblumen, Mohn, Kräuter, Kürbis und mehr. "Säen und sehen, wie es wächst, ist wie Meditation", sagte eine Dame. Ein anderer Besucher, der eine unbekannte Pflanze mitnahm: "Ich lasse mich überraschen - wie beim Blind-Date". Beate Gahlmann von der Umweltberatung der Stadt verteilte Info-Broschüren und Blumensamen. "Wer möchte, kann sich Blühmischungen oder Bestimmungshilfen für Schmetterlinge in meinem Büro abholen", sagte sie. Michael Schlangenotto, Vorsitzender vom Imkerverein, bot Honig an, die GNU allerlei Nisthilfen für Bienen.

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