Müllsammler: Julian, Maurice, Paul, Dominik und Merle (v. l.) sammeln mit Schutzwesten und Zangen auf, was sie am Schulgelände des Gymnasiums finden. Darunter ist eine fast neue Gießkanne. - © Karin Prignitz
Müllsammler: Julian, Maurice, Paul, Dominik und Merle (v. l.) sammeln mit Schutzwesten und Zangen auf, was sie am Schulgelände des Gymnasiums finden. Darunter ist eine fast neue Gießkanne. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Für die Stadtputzwoche greifen Schüler zur Zange

Sammelaktion:Für die erste offiziell stattfindende Stadtputzwoche haben sich bisher 900 Helfer angemeldet. Den Auftakt haben Achtklässler des Gymnasiums gemacht.

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Einen ganzen Haufen Kleidung in der Natur zu entsorgen – für Elian, Tiana, Laura, Lisa und Felina völlig unverständlich. „Schließlich gibt es doch genügend Altkleider-Container.“ Damit verweisen die Achtklässler des Gymnasiums auf korrekte Entsorgungsmöglichkeiten ganz in der Nähe. Insgesamt 26 Schüler der Klasse 8c haben sich am Montagmorgen aufgemacht, um in Teilgebieten der Schule wilden Müll aufzusammeln. Erstmals ist der Stadtputztag ganz offiziell auf eine Woche ausgedehnt worden. „Möglich war es zwar auch schon in den Vorjahren, von Montag bis zum Freitag zu sammeln. Bewusst ist diesmal aber die Öffentlichkeit informiert worden“, erläutert Linda Wendt vom Fachbereich für Tiefbau und Umwelt, „damit jeder die Möglichkeit hat, teilzunehmen.“ Denn nicht alle könnten sich den Hauptsammeltag am Freitag frei halten. Jetzt schon 900 Helfer Mit rund 900 Helfern hätten sich bislang ebenso viele gemeldet wie im Vorjahr, bestätigt Linda Wendt. Von der Stadt gibt es Greifzangen, Müllsäcke, Handschuhe, Warnwesten und Kappen. Die größten Gruppen bilden Schulen und Kindergärten sowie Vereine. „Aber es sind auch wieder Einzelsammler dabei“, sagt Wendt. In die Stadtputzwoche gestartet sind die Gymnasiasten. Die achten Klassen sind außerdem am Donnerstag und Freitag für jeweils zwei Stunden unterwegs. Julian, Maurice, Paul, Dominik und Merle haben gerade eine lilafarbene Gießkanne aus dem Gebüsch gefischt. „Sieht noch gut aus, die könnte man eigentlich noch nutzen“, sagen die Achtklässler. Prospekte wandern in den orangefarbenen Müllsack, Tempotaschentücher, Zettel und Papierflieger. Das alles nicht einfach in der Landschaft fallen zu lassen, sondern in den Mülleimer zu werfen, „sollte eigentlich selbstverständlich sein“, findet Maurice. Letztlich hebe eine saubere Ansicht ja auch das Image der Schule. Elian hat einen besonderen Fund gemacht. Im Gebüsch unter einem Strommast hat er einen Beamer entdeckt und ihn sorgsam eingepackt, denn womöglich sei der ja noch zu gebrauchen. Kassenbons, Süßigkeitenverpackungen und vereinzelt Glasflaschen, das alles wandert in die Müllsäcke. Und die Gymnasiasten sich sicher, dass vieles davon nicht nur von ihnen kommt, sondern auch „von Leuten, die vorbeigehen oder sich hier treffen“. ´ Haupttag ist Freitag, 16. März. Gegen 11.30 Uhr treffen sich die Sammler dann am Bauhof, Alte Spellerstraße 22. Dort gibt’s als Dank einen Imbiss und Getränke.

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