Heimische Produzenten: Sämtliche Teile des praktischen Helfers sind in Deutschland, die meisten sogar im direkten Umfeld produziert worden. Die Banderole für den Bob etwa von Gundlach aus Oerlinghausen, das Piktogramm von "hejdesign" aus Schloß Holte-Stukenbrock. - © Karin Prignitz
Heimische Produzenten: Sämtliche Teile des praktischen Helfers sind in Deutschland, die meisten sogar im direkten Umfeld produziert worden. Die Banderole für den Bob etwa von Gundlach aus Oerlinghausen, das Piktogramm von "hejdesign" aus Schloß Holte-Stukenbrock. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock Tüftler Alexander Brock schrammt am Finale vorbei

Stefan Raabs "Ding des Jahres": Stukenbrocker Erfinder freut sich über begeisterte Reaktionen des Publikums

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Groß war die Anspannung in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten. Seit Samstagabend muss Alexander Brock sich nicht mehr in Schweigen hüllen, wenn es um den Ausgang der bereits Ende November aufgezeichneten Sendung „Das Ding des Jahres" geht, an der er selbst mit seinem „Bottle Buddy" teilgenommen hat. Zwar hat es nicht ganz für die Finalteilnahme gereicht, dennoch ist der 49-Jährige hochzufrieden. „Zwölf Minuten zur besten Sendezeit, da hat man schon gewonnen." Und wenn er sich die Reaktionen anschaut, die ihn seither auf allen Kanälen erreichen, dann „ist das einfach überwältigend". Mehr als 75.000 Klicks auf Youtube bereits am frühen Sonntagnachmittag, großes Interesse auch in anderen sozialen Medien, unendliche viele Mails, Glückwünsche und Nachfragen. „So etwas habe ich mir gar nicht vorstellen können", sagt Brock, der die Sendung auf Pro7 mit etwa 30 Freuden im Stukenbrocker Tennisclub geschaut hat. Rückblick: Alexander Brock hat den praktischen Flaschenträger „Bob" erfunden. Mit nur einem Klick und einer Hand können volle Flaschen aus einer Kiste genommen oder leere eingesammelt werden. Der „Bottle Buddy" besteht zu 100 Prozent aus Kunststoff. Hergestellt wird er bei der Firma Merschbrock Kunststoff Spritzguss in Verl. Dort ansässig ist auch die Click-It Systems GmbH, in der sich Alexander Brock mit Uwe Merschbrock und Markus Landmann (ebenfalls aus Stukenbrock) zusammengetan hat. 62 Prozent für Brocks Bob In der Sendung war Alexander Brock gegen die Erfinder eines „Joystickbikes" angetreten. Das Publikum stimmte mit 62 Prozent für ihn und seinen Bob, ebenso die Jurymitglieder Joko Winterscheidt, Lena Gercke und Hans-Jürgen Moog. Am Ende der Entscheidungsrunden lagen die Erfinder von Einwegtellern und eines sogenannten Drychters vorne. Alexander Brock nimmt es gelassen, denn das immense Interesse am Bob, das er jetzt vernimmt, zeigt ihm, dass er etwas geschaffen hat, das viele Menschen gebrauchen können. Bereits im Vorfeld ist die Serienproduktion gestartet, montiert wird von Hand. Die Erfindershow von Stefan Raab hält er für ein „super Format". Hier bekämen auch alle Tüftler, die noch keine Verkaufszahlen vorweisen können, eine echte Chance. Alexander Brock hat sie genutzt. Demnächst wird es neben dem Sechser-Bob in unterschiedlichen Farben auch einen Vierer-Bob für Halbliterflaschen geben. Erhältlich sind sie Online, vor Ort in „The T Rooms".

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