Brand im Spänebunker: Feuerwehrleute schaufeln den Bunker per Hand leer. Die Späne werden zuerst in eine Schubkarre geschaufelt, kommen dann in die große Schaufel eines Radladers und werden dann von diesem zu einer Mulde gebracht, die am Rand des Grundstückes aufgestellt worden ist. - © Gunter Held
Brand im Spänebunker: Feuerwehrleute schaufeln den Bunker per Hand leer. Die Späne werden zuerst in eine Schubkarre geschaufelt, kommen dann in die große Schaufel eines Radladers und werden dann von diesem zu einer Mulde gebracht, die am Rand des Grundstückes aufgestellt worden ist. | © Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock Feuerwehr löscht Brand im Spänebunker

Die Löschzüge Stukenbrock und Schloß Holte bekämpfen den schwelenden Brand. Es bestand die Gefahr einer Staubexplosion. Firmen stellen notwendiges Gerät zur Verfügung

Gunter Held

Schloß Holte-Stukenbrock. Irgendetwas stimmte nicht. Der Inhaber einer Tischlerei an der Römerstraße bemerkte am Donnerstagvormittag diesen eigenartigen Geruch. Irgendwo brennt es, schoss es ihm durch den Kopf – und sofort rief er den Notruf der Feuerwehr an. „Bei uns ging um 10.34 Uhr der Alarm ein", sagte Stadtbrandinspektor Bruno Wulf, der den Einsatz leitete, im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Der Löschzug Stukenbrock hat sein Gerätehaus gerade einmal 220 Meter von der Einsatzstelle entfernt. Und so waren in Nullkommanix die ersten Feuerwehrleute an der Brandstelle. Die Späne im Spänebunker hatten sich entzündet. „Bei solch einer Ausgangslage besteht immer das Risiko einer Staubexplosion", sagte Wulf. Entsprechend vorsichtig gingen die Feuerwehrleute ans Werk. Ausgerüstet mit Atemschutz, also Sauerstoffflaschen und besonderen Atemfiltern wegen des feinen Staubes, rückte ein Trupp Feuerwehrleute vor. Lokalisiert wurde der Brandherd schließlich im Spänebunker der Tischlerei. War zunächst nur ein Teil des Löschzuges Stukenbrock im Einsatz, zog Wulf kurze Zeit später auch den Löschzug Schloß Holte hinzu und ließ den Löschzug Stukenbrock noch nachalarmieren, weil das Einsatzpersonal verstärkt werden musste. Schließlich arbeiteten 38 Feuerwehrleute, darunter zwei Frauen, an der Einsatzstelle. Ein Maurer musste den Zugang vergrößern Schnell war klar: Der Spänebunker musste geräumt werden. Dazu aber war Gerät notwendig, das die Feuerwehr nicht hatte. Ein Maurer musste einen Zugang vergrößern, sonst wäre ein Betreten des Bunkers nicht möglich gewesen. Ein Radlader musste her, damit die herausgeschaufelten Späne wegtransportiert werden konnten, und letztendlich musste eine große Mulde her, denn Wulf vermutete zwischen 35 und 40 Kubikmeter Späne im Bunker. „Da ruft man dann die Firmen an, von denen man weiß, dass sie solches Personal oder Gerät haben, und hofft, dass dort Kapazitäten frei sind." So half ein Maurer der Firma Lauströer aus Verl, den Radlader stellte die Firma Brink aus Schloß Holte-Stukenbrock und die Mulde kam von der Augustdorfer Firma Freise. Die Feuerwehr hatte vier Löschfahrzeuge, einen Drehleiterwagen und einen Einsatzleitwagen im Einsatz. Die Feuerwehrleute griffen sich dann Schaufeln und leerten den Bunker in Handarbeit. Natürlich war auch die Polizei vor Ort. Die beiden Beamten ließen sich von Wulf und Schloß Holte-Stukenbrocks Feuerwehrchef Claus Oberteicher über die Lage informieren und rückten dann wieder ab. Mitarbeiter des Landesstraßenbauamtes sperrten sowohl die Ausfahrt aus dem Kreisel in die Römerstraße als auch die Zufahrt von der Römerstraße in den Kreisel. Diese Sperrung dauerte bis etwa 15 Uhr.

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