6. Mai 2015: Der damalige Bundespräsident Joachim Gauck (l.) besucht die Gedenkstätte des Stalag 326. - © Foto: Andreas Zobe
6. Mai 2015: Der damalige Bundespräsident Joachim Gauck (l.) besucht die Gedenkstätte des Stalag 326. | © Foto: Andreas Zobe

Detmold/Schloß Holte-Stukenbrock Regionalrat unterstützt Stalag-Gedenkstätte

Resolution: Das Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers in Schloß Holte-Stukenbrock soll in seiner Bedeutung deutlich aufgewertet werden. Dort starben im Zweiten Weltkrieg etwa 65.000 zumeist russische Soldaten

Matthias Bungeroth

Detmold/Schloß Holte-Stukenbrock. Der Detmolder Regionalrat schließt sich einmütig den Bestrebungen an, die Dokumentationsstätte Stalag 326 zu einer Gedenkstätte von nationaler Bedeutung weiterzuentwickeln. Eine entsprechende Resolution verabschiedete das Gremium in seiner letzten Sitzung dieses Jahres. Bereits im November hatte diese Zeitung exklusiv berichtet, dass sich ein 15-köpfiger Lenkungskreis unter dem Vorsitz des Landtagspräsidenten André Kuper aus Rietberg eine entsprechende Initiative entwickeln will. Auf dem Gelände des einstigen Kriegsgefangenenlagers, das am 2. April 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit wurde, kamen nach Schätzungen bis zu 65.000 Soldaten ums Leben. "Die Überreste des ,Stalag 326 und der Ehrenfriedhof für sowjetische Kriegsgefangene bilden in der Bundesrepublik einen einzigartigen Gedenkort", heißt es in der Resolution. Sie erkennt "die im Wesentlichen ehrenamtlich getragene Arbeit in der Gedenk- und Dokumentationsstätte ausdrücklich an" und bittet das Land NRW sowie den Bund um finanzielle Unterstützung, um das angestrebte Ziel zu erreichen. "Wir können nicht mehr tun, als dafür zu werben", sagt der Vorsitzende des Regionalrats, Reinold Stücke (CDU) dieser Zeitung auf Anfrage. Eines ist für Stücke klar: "Alleine mit den vorhandenen Gebäuden kann man das nicht machen." Zu hoffen sei deshalb zudem, dass man das Projekt auch in die Regionale 2022 einbinden könne.

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