Der Vorstand: Marcel Nielemeier (v. l.), Wolfgang Rudolphi, Johannes Evers, Sebastian Schröder, Andreas Hachmann, Sven Teßmann, Holger Gebauer, König Udo Erichsmeier, Präses Karl-Josef Auris, Karl-Heinz Deppe, Michael Schniedermann, Ralf Hachmann und Brudermeister Frank Hachmann. - © Karin Prignitz
Der Vorstand: Marcel Nielemeier (v. l.), Wolfgang Rudolphi, Johannes Evers, Sebastian Schröder, Andreas Hachmann, Sven Teßmann, Holger Gebauer, König Udo Erichsmeier, Präses Karl-Josef Auris, Karl-Heinz Deppe, Michael Schniedermann, Ralf Hachmann und Brudermeister Frank Hachmann. | © Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock St.-Achatius-Schützen weihen ihr neues Zuhause ein

Schneller als gedacht ist die erweiterte und renovierte Schützenhalle am Furlbach ihrer Bestimmung übergeben worden. Schützen haben 7.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet

Karin Prignitz

Schloß Holte-Stukenbrock. Die Gemeinschaft, das Ehrenamt – beides hat in Stukenbrock-Senne einen hohen Stellenwert. Weil so viele Mitglieder in ihrer Freizeit ganz selbstverständlich mit angepackt haben, weil es die Unterstützung von der Stadt und von Vereinen gegeben hat, ist die Erweiterung und Renovierung des Schützenhauses der St.-Achatius-Bruderschaft deutlich schneller als geplant, abgeschlossen worden. Jetzt wurde die Halle eingeweiht. „In nur 14 Monaten haben wir es durch den Einsatz vieler Schützenbrüder geschafft", sagt Michael Schniedermann vom geschäftsführenden Vorstand. Ursprünglich war das Frühjahr 2018 ins Auge gefasst worden. Großzügig, hell, funktional ist sie geworden, die Schützenhalle am Furlbach. Nachdem mit dem Forellkrug, „dessen Zukunft immer noch ungewiss ist", ein Stück Heimat verloren gegangen sei, „haben wir jetzt ein neues Stück Zuhause geschaffen", das hob Brudermeister Frank Hachmann hervor. Der Betrieb der Schießabteilung sei bereits aufgenommen worden. Bis zu 390 Personen finden in der durch eine mobile Trennwand flexibel verwendbaren Versammlungsstätte auf 238 Quadratmetern Platz. Die Stadt hätte das nicht stemmen können 100 Schützenbrüder hatten während der aktiven Bauphase mitgewirkt und dabei insgesamt 2.100 ehrenamtliche Arbeitseinsätze verteilt auf 7.000 Stunden geleistet. „Sie können stolz sein auf das, was hier geschaffen worden ist", sagte Hubert Erichlandwehr. „Mit so einer klasse Gemeinschaft bewegt man etwas." Nicht nur für die Bruderschaft, sondern für die Gemeinschaft insgesamt hätten die Schützen etwas geschaffen. Die Stadt selbst hätte eine solche Leistung nicht stemmen können. „Aber wir stellen gerne Zuschüsse zur Verfügung, wenn die Initiative von den Vereinen kommt." Das Geld sei gut angelegt. Auch andere Vereine und Organisationen können den Ort nun nutzen. So wird künftig, neben vielen anderen Veranstaltungen, auch der Kfd-Karneval in der neuen Halle stattfinden. Als Geschenk gab es von der katholischen Frauengemeinschaft einen Spiegel. Beinahe jeder Schütze, der hineinschaue, sagte Elke Deppe, könne darin jemanden sehen, der geholfen habe. Am Eröffnungstag kümmerte sich das Kfd-Team um die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Schon während der Bauphase hatten die Damen die Bauhelfer verpflegt. Präses Karl-Josef Auris segnete das Schützenhaus, das er als „Quantensprung für die Bruderschaft" bezeichnete. Auris erinnerte an einen Traum, der am Anfang gestanden hatte und viele Hindernisse, die aus dem Weg hätten geräumt werden müssen. Unzählige Sitzungen und Gespräche habe es gegeben und schließlich den Mut und den Beschluss, zu bauen. „Wenn einer träumt, bleibt es ein Traum, wenn viele träumen und mit anpacken, wird es Realität." Sollte er in 20 Jahren noch Präses sein „und mit dem Stock hierherkommen", dann hoffe er, viele junge Menschen zu treffen. Entscheidung für die nächsten Generationen Tatsächlich sei mit der hohen Investition vor allem „eine Entscheidung für die nächste Generation gefallen", bestätigte Michael Schniedermann. Im Mittelpunkt stehe jetzt und für die Zukunft „wieder eine eigene Heimat in der Senne zu haben". Zur Feier waren Abordnungen befreundeter Schützenvereine gekommen. Musikalisch begleitet wurde sie vom Spielmannszug St. Johannes aus Stukenbrock. Am Nachmittag zeigten die Fahnenschwenker ihr Können. Hier wurde deutlich, warum ein Teil der Halle eine höhere Raumhöhe bekommen hat. Ein Drittel der rund 360 Mitglieder sind Jungschützen. Das zeige, wie wertvoll die Jugendarbeit sei.

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