Eine kleine Stilkritik: Die jungen Damen haben für die Zeugnisübergabe ein festliches Kleid gewählt, dazu Pumps mit endlos hohen Absätzen, die Haare kunstvoll frisiert, die Nägel manikürt. Die Jungs haben es da etwas einfacher, vor allem, weil man(n) zum Anzug auch Turnschuhe tragen kann (siehe erste Reihe). - © Sabine Kubendorff
Eine kleine Stilkritik: Die jungen Damen haben für die Zeugnisübergabe ein festliches Kleid gewählt, dazu Pumps mit endlos hohen Absätzen, die Haare kunstvoll frisiert, die Nägel manikürt. Die Jungs haben es da etwas einfacher, vor allem, weil man(n) zum Anzug auch Turnschuhe tragen kann (siehe erste Reihe). | © Sabine Kubendorff

Schloß Holte-Stukenbrock Realschule verabschiedet Superjahrgang

54 von 99 Realschulabsolventen haben so gute Zeugnisse, dass sie auf ein Gymnasium wechseln könnten. 43 tun es auch. Konrektorin Kristina Gaede-Schröder verlässt ebenfalls die Realschule

Sabine Kubendorff

Schloß Holte-Stukenbrock. „Heute ist ein ganz großer Tag der Freude", sagte die Konrektorin der Realschule, Christina Gaede-Schröder, Donnerstagabend bei der Verabschiedung des Zehner-Jahrgangs. Für die meisten jungen Damen unter den Absolventen war es aber auch ein Tag des ganz großen Leidens. Höher die Absätze nie waren . . . Es war eine Abschlussfeier mit Stil in der Aula am Gymnasium. Mit guten Grußworten, einer bewegenden Rede der Konrektorin, beeindruckenden Beiträgen der Schüler zum Rahmenprogramm, einer liebevoll dekorierten Bühne und zwei jungen Damen, die souverän durch den Abend führten: Ina Hildebrandt und Julia Lienen aus der 9b. Der Knaller kam aber zum Schluss. „Nun müssen Talente mit Fleiß und Engagement ausgebaut werden" Seit zehn Jahren ist Kristina Gaede-Schröder Konrektorin und mit dem Schuljahresende wird sie sich vorzeitig aus dem Schulleben verabschieden und wie die aktuellen Absolventen Realschule verlassen – aus familiären Gründen. Sie hat aber bereits einen Nachfolger gefunden: Bernhard Hilgenkamp, Leiter der ebenfalls auslaufenden Realschule in Verl, der die Schulleitung kommissarisch „freiwillig und gerne", wie Gaede-Schröder ihn zitiert, übernimmt. Denn der eigentliche Schulleiter, Andreas Kuhlmann, ist nach wie vor auf unbestimmte Zeit erkrankt. Ihn vertretend, verabschiedete Kristina Gaede-Schröder die Schüler. Dank ihrer Rede können nun alle Schüler mit stolzgeschwellter Brust in den neuen Lebensabschnitt wechseln. Die Konrektorin lobte nicht nur ihre gute Arbeit und ihre Leistungsbereitschaft, sondern auch ihre Persönlichkeitsentwicklung und ihre sozialen Kompetenzen. Nun gelte es, die Talente jedes Einzelnen mit Fleiß und Engagement auszubauen. Von den 99 Schülern, die am Abend verabschiedet wurden, haben 54 den Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe erhalten. 43 wechseln tatsächlich ans Gymnasium, 35 werden eine Fachoberschule besuchen, 19 beginnen eine Ausbildung. Eine Schülerin macht ein Soziales/Ökologisches Jahr, ein Schüler besucht eine weiterführende Schule im Ausland. Als Klassenbeste wurden ausgezeichnet Maja Oevermann (10a), Eric Horstmann (10b), Andreas Kobusch (10c) und Barbara Szymura (10d). Den „Social Award" der Volksbank Rietberg (vormals Spadaka), dotiert mit 100 Euro, überreichten die Bankvertreter Maren Gerkens und Michael Dressler an Bianca Vogt aus der 10c. Die Schüler hatten ihre Schulzeit in kurzen Videos zusammengefasst, die zeigten, dass offensichtlich die meisten von ihnen die Jahre genossen haben. Die 10a zum Beispiel schloss ihr Video so: „Danke für die schöne Zeit."

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