Die Karnevalisten strotzten dem regnerischen Wetter. - © Benedikt Schülter
Die Karnevalisten strotzten dem regnerischen Wetter. | © Benedikt Schülter

Schloß Holte-Stukenbrock Karnevalisten in Schloß Holte-Stukenbrock schützen sich gegen den Regen

Der Karnevalszug in Stukenbrock ist ausgefallen. Die Teilnehmer wären aber ganz gut auf die Nässe vorbereitet gewesen. Ein Streifzug durchs Discozelt.¶

Benedikt Schülter

Schloß Holte-Stukenbrock. Es ist zehn Uhr. Bevor das Dreigestirn offiziell die Absage des Zuges verkündet, ist die Stimmung unter den Zugteilnehmern noch bestens. Langsam trudeln die ersten Fußgruppen ein. Eigentlich haben sich alle unisono darauf eingestellt, dem Regen zu trotzen. Jeder auf seine eigene Art. So wie Sarah Dörmann und Diana Pliquet. Die beiden Freundinnen aus Schloß Holte-Stukenbrock haben sich als Tommie Krause, der Hauptperson der Kultkomödie von Tom Gerhardt, verkleidet – inklusive Dosenbier. Sogar einen echten Auspuff schleppen sie mit. Die Kälte und der Regen? Trotz T-Shirt und kurzer Hose ist das für die beiden „harten“ Ladies kein Problem. „Wir brauchen doch keinen Regenschutz“, sagt Dörmann und nimmt einen kräftigen Schluck aus der Bierdose.Ein Käfig für das Fünfgestirn Dagegen haben Wind und Wetter auf die drei „Schafe“, die sich an einen Stehtisch gestellt haben, eine abschreckende Wirkung. Die beiden Schwestern Theresa und Hanna Fortströer aus Hövelhof haben sich gemeinsam mit ihrer Freundin Stefanie Bröckling gut präpariert. „Wir sind eingepackt wie eine Zwiebel und haben uns mehrere Lagen Kleidung unter unser Kostüm angezogen“, verrät Theresa Fortströer. Aber ansonsten macht den Mädels das Wetter keine Sorgen. Schließlich seien sie „Hardcorekarnevalistinnen“. So kalt, dass die Hölle zufriert, ist es zum Glück nicht. Sonst könnte die Vierergruppe aus Teufelinnen wohl ein Problem bekommen. Lucia Westhoff, Monika Bode, Doris Sykosch und Martina Lindenhorst schützen ihre schwarz-roten Gewänder mit transparenten Einwegregencapes. Mit das schönste und kreativste Kostüm haben die Frauen des ehemaligen Stukenbrocker Fünfgestirns. Sie haben sich als Vögel in einen Käfig gezwängt. Der Köpfe stecken vergitterten Vogelhäuschen. Claudia Reimann, die sich heute „Drecksspatz“ nennt, bringt es auf den Punkt: „Das Wetter ist zwar nicht schön, aber wir haben ja zum Glück einen „Hut“ auf dem Kopf.“ Eine andere Gruppe hat sich das Motto „Eisprinzessin“ ausgedacht. „Passt ja bei der Kälte heute ganz gut“, sagt Yvonne Brakmann und nimmt einen kräftigen Schluck aus ihrem Sektglas. „Der hier macht auch warm“, sagt sie und lacht. Ähnlich bekämpfen Stefan Hahne und Markus Schmitz-Franz die unangenehmen Umstände. Die Dellbrücker haben sich als „Ghostbusters“ verkleidet. Sie haben einen ganzen Vorrat eines bekannten Kräuterlikörs in einem Sack dabei. „Damit hier, sind wir gut gewappnet“, sagt Schmitz-Franz und prostet seinem Freund die kleine grüne Flasche zu. „Die Party in Stukenbrock bleibt einfach die beste Karnevalsveranstaltung in Ostwestfalen – auch bei diesem Wetter“, sagt Hahne.

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