Rietberg/Bielefeld Drogen und Waffen in Wohnung gehortet

Bielefelder Landgericht verurteilt 39-jährigen Rietberger zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis

 - © Symbolfoto: dpa
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Rietberg/Bielefeld. "Das war schon eine gewaltige Sache, vor allem, wenn man die Bilder mit dem Waffenarsenal sieht", sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Korte in der Urteilsbegründung. Das Bielefelder Landgericht verurteilte Donnerstag den aus Rietberg (Kreis Gütersloh) stammenden Jörg F. (Name geändert) wegen Drogenhandels und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu einer mehrjährigen Haftstrafe.

Bereits 1992 hatten Polizeibeamte bei einer Razzia in dem ländlichen Anwesen, dass der Angeklagte seit über 20 Jahren bewohnt, etliche Waffen sicher gestellt. Die Behörden ordneten damals an, dass F. keinerlei Waffen mehr besitzen dürfe. Doch ganz offensichtlich hielt dieser sich nicht an die Weisung: Als die Polizei auf der Suche nach Drogen im Juli dieses Jahrs erneut das Haus des Angeklagten durchsuchte, fanden die Beamten nicht nur eine größere Menge Haschisch, Marihuana und Amphetamine. Neben den Betäubungsmitteln hoben die Fahnder ein regelrechtes Waffenarsenal aus: F. hatte in seinem Haus Gewehre, Revolver, Pistolen, eine Machete sowie einen SS-Ehrendolch gehortet. Die passende scharfe Munition zu den Schusswaffen fanden die Ermittler ebenso wie Leuchtpatronen und Übungspatronen, die nur der Bundeswehr zugänglich sein sollten. Das Landgericht verurteilte den geständigen und nicht vorbestraften F. zu der eingangs erwähnten Haftstrafe. Darüber hinaus ordnete die Kammer die Unterbringung des drogenabhängigen Angeklagten im Entzug an.

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