Bussis: Andrea Spatzek herzt ihren Spielpartner Christian Gervens, Frank Jüttner und Axel Konrad tun das auch. - © Jens Dünhölter
Bussis: Andrea Spatzek herzt ihren Spielpartner Christian Gervens, Frank Jüttner und Axel Konrad tun das auch. | © Jens Dünhölter

Rietberg Promiauflauf auf dem Rietberger Golfplatz

Westfälischer Golf-Club: Viele Prominente ließen beim Charity-Golf-Turnier die kleinen weißen Bälle für einen guten Zweck fliegen. Und erlebten auf dem Platz auch manche Überraschung

Jens Dünhölter

Rietberg. Auch ein echter Revolverheld wird mal krank. Seine Teilnahme am „Charity Golf Turnier" 2017 musste Johannes Strate, Sänger und musikalisches Aushängeschild der populären Hamburger Band Revolverheld, krankheitsbedingt absagen. Aber auch ohne ihn ließen Bekannte aus Sport, Film, Funk und Fernsehen wie Harry Wijnvoord („Der Preis ist heiß"), Uli Stein (Ex-Torwart Arminia Bielefeld), Moderatorin Birgit „Biggi" Lechtermann („1,2 oder 3") oder die Schauspielerin Andrea Spatzek (Gabi Zenker aus der Lindenstraße) und Yvonne de Burk („Ein Fall für zwei") gemeinsam mit rund 90 Hobby-Golfern im Westfälischen Golf-Club in Rietberg-Varensell zum fünften Mal kräftig die kleinen weißen Bälle für den großen guten Zweck fliegen. Der aus Antrittsgeldern, Tombola-Erlösen (Players Night) sowie Sonderwertungen (Beat the pro, Nearest to the pin) bestehende Betrag kommt in diesem Jahr dem Wohltätigkeitsprojekt „Körbe für Köln" der Laureus Sport for Good Foundation zugute. Der Verein Körbe für Köln ist ein Netzwerk für sportbezogene Jugendsozialarbeit in Köln. Über den Basketball und andere Sportarten wird – ganz im Sinne einer sportbezogenen Jugendsozialarbeit zur Integration – ein niederschwelliger Zugang für sozial benachteiligte junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in Wohngebieten mit erhöhtem Jugendhilfebedarf geschaffen. Die genaue Spendensumme wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Ohne Star-Allüren auf dem Platz Der soziale Zweck spendete dem fünfstündigen Turnier seine äußere Hülle. Für die Jäger von Birdies (ein Schlag unter Par), Eagles (zwei Schläge unter Par) und Par-Bahnen aus der Region wie Langenbergs Bürgermeisterin Susanne Mittag oder den ehemaligen Geschäftsführer der Stadtwerke Gütersloh Lorenz Siepe zählten die unbeschwerten Stunden mit gut gelaunten Menschen ebenso so viel. Die ohne jegliche Star-Allüren angereisten prominenten Zugpferde präsentierten sich angesichts des Wiedersehens mit alten Bekannten und Spielpartnern aus den Vorjahren locker und umgänglich. Sie litten, jubelten, busselten, blödelten mit ihren Flight-Partner, als würden sie jedes Wochenende gemeinsam den Golfbällen hinterherjagen. Wer nicht wusste, dass Harry Wijnvoord (68) als Schlachtschiff der deutschen TV-Unterhaltung zwischen 1989 und 1997 in 1.873 „Der Preis-ist-Heiß"-Folgen seinen niederländischen Akzent in deutschen Wohnzimmern salonfähig gemacht hatte, hätte den Wohnmobilbesitzer, ehemaligen Dschungel-Camp-Teilnehmer und Jakobsweg-Wanderer auch für den Nachbarn auf dem Campingplatz halten können. Prominentes Wiedersehen nach vielen Jahren Ludwig Schnaus (62) vom Golf-Club Marienfeld kam sogar in den Genuss eines ganz besonderen Wiedersehens: In ihrer Ausbildung im Bertelsmann-Buchclub hatte der damalige zweite Geschäftsführer die junge Auszubildende Biggi Lechtermann (57) höchstpersönlich unter seine Fittiche genommen. Danach trennten sich die Wege – bis jetzt. Per Zufall trafen sie sich beim Charity-Golf-Turnier wieder, durften überdies die 18-Loch-Tour gemeinsam bestreiten. Ludwig Schnaus: „Das war ein unglaublicher Zufall. Das Leben schreibt eben doch die schönsten Geschichten." Damit bis zum nächsten Treffen nicht wieder 25 bis 30 Jahre vergehen, haben beide Kontaktdaten und Telefonnummern ausgetauscht. Ludwig Schnaus: „Ich werde sie mit Sicherheit in Köln besuchen. Vielleicht ergibt sich auch eine berufliche Zusammenarbeit." Netto-Sieg geht an das "Team Lindenstraße" Neben dem umfangreichen Schläger-Reservoir hatten alle Beteiligten auch eine große Portion sportlichen Ehrgeiz in ihre Golf-Taschen gepackt. Jeder Schlag unter Platzstandard wurde bejubelt, wie der Gewinn des Ryder-Cups. Nach spannendem Wettstreit konnte die Besetzung Markus Bichowski, Britta Bichowski, Roman Kolbe, Christoph Schmedding als Brutto-Sieger am Ende den Wanderpokal in Empfang nehmen. Der Netto-Sieg ging an das „Team Lindenstraße" um Andrea Spatzek, Christian Gerwens, Frank Jüttner, Axel Kniehl. Haupt-Gewinner war wie gewohnt der gute Zweck. Stellvertretend für "Körbe für Köln" bedankte sich Harry Wijnvoord: „Ich bedanke mich im Namen der Kinder. Ich hoffe, ihr hattet zwei tolle Tage." Weil die Organisation klappte wie ein Länderspiel, das Wetter stimmte und alle Teilnehmer jede Menge Spaß hatten, fiel der Abschiedsgruß recht einheitlich aus: „War toll mit euch. Tschüss bis zum nächsten Jahr!"

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