Glückwunsch: Franz-Josef Laukemper hat schon 175-mal Blut gespendet, Heinz Berhorst (l.) 140-mal. Markus Hillemeier (r.) gratuliert. - © Birgit Vredenburg
Glückwunsch: Franz-Josef Laukemper hat schon 175-mal Blut gespendet, Heinz Berhorst (l.) 140-mal. Markus Hillemeier (r.) gratuliert. | © Birgit Vredenburg

Rietberg DRK Rietberg ehrt häufige Blutspender

Franz-Josef Laukemper erreicht einen seltenen Rekord. Im vergangenen Jahr spendeten 118 Frauen und Männer insgesamt 3.842 Liter Blut

Birgit Vredenburg

Rietberg. „Wenn ich gesund bleibe, schaffe ich die 175 noch", hatte Franz-Josef Laukemper vor zwei Jahren verkündet, als er für 160-maliges Blutspenden geehrt wurde – schon damals ein seltener Rekord im Stadtgebiet. Dieses Ziel ist jetzt erreicht. Markus Hillemeyer vom DRK-Vorstand in Rietberg gratulierte dem 59-Jährigen am Weltblutspendertag „zu dieser bislang einmaligen Spitzenleistung im Ortsverein". In einer kleinen Feier im DRK-Zentrum Mastholte wurden 118 Vielfachspender, die sich im vergangenen Jahr 3.842 Liter ihres Lebenssaftes „abzapfen" ließen, für ihr selbstloses Engagement geehrt. Nur 40 nahmen die Urkunden und Präsente persönlich in Empfang. „Mit Ihrer Blutspende sind Sie wichtige Vorbilder in der Gesellschaft, deshalb möchten wir vom DRK diesen Einsatz nicht nur würdigen, sondern auch nach außen tragen", sagte Hillemeyer. Nach wie vor gibt es keinen vollwertigen Ersatz für menschliches Blut. Um den Bedarf decken zu können, werden deutschlandweit täglich rund 15.000 Blutkonserven benötigt. „Das sind etwa 5,4 Millionen Blutkonserven jährlich", machte Hillemeyer deutlich. Zurzeit werde der Bedarf gerade so gedeckt. Künftig aber könne es aufgrund des demografischen Wandels eng werden. Da Präparate aus gespendetem Blut nur begrenzt haltbar seien, werde kontinuierlich Nachschub benötigt. Der hohe Bedarf sei eine Folge des medizinischen Fortschritts. Statistisch gesehen werde das meiste Blut für die Behandlung von Krebspatienten benötigt (20 Prozent), gefolgt von Herz- und Magen-Darmerkrankungen (jeweils 16 Prozent), sowie Unfällen in Verkehr, Beruf und Haushalt (insgesamt 12 Prozent). Bundesweit spenden drei Prozent der Bürger regelmäßig Blut. „Um den Bedarf decken zu können, bräuchten wir aber einen Anteil von sechs Prozent", informierte Hillemeyer. Rietberg liege mit neun Prozent immerhin deutlich über diesem Durchschnitt. Aber: „Im Jahr 2016 haben in Rietberg, Mastholte und Neuenkirchen 2.622 Frauen und Männer Blut gespendet – 300 weniger als im Vorjahr". Der Trend scheine sich zurzeit aber wieder umzukehren. Jeder Gesunde über 18 Jahren kann Blut spenden. Während Neuspender nicht älter als 68 Jahre sein dürfen, gibt es für „Wiederholungstäter" keine Altersbegrenzung. Frauen dürfen jährlich bis zu viermal, Männer bis zu sechsmal spenden – nach jeweiligen Pausen von 56 Tagen.

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