Adventsmarkt im Nebel: Die Schützendamen locken mit selbst gebastelten Dekorationsartikeln und urigen Geschenkideen. Da der Weihnachtsbaum (noch) fehlt, ist der Blick auf das Bürgerhaus Alte Volksschule ungehindert. - © Birgit Vredenburg
Adventsmarkt im Nebel: Die Schützendamen locken mit selbst gebastelten Dekorationsartikeln und urigen Geschenkideen. Da der Weihnachtsbaum (noch) fehlt, ist der Blick auf das Bürgerhaus Alte Volksschule ungehindert. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Beim Rietberger Adventsmarkt war vieles anders

Warum diesmal der Weihnachtsbaum fehlte

Birgit Vredenburg

Rietberg. Der Kreativmarkt des Heimatvereins lockt mit 13 Ständen ins Bürgerhaus. Draußen rahmen elf Holzhütten und viele kleine Weihnachtsbäume den Dorfplatz gemütlich ein. Das Licht ist stimmungsvoll. Es duftet nach Glühwein und allerlei Leckereien. Es ist Adventsmarkt im Wapeldorf - inzwischen ist die kleine, aber feine Traditionsveranstaltung schon wieder Geschichte. "Auf den großen Tannenbaum in der Mitte haben wir diesmal bewusst verzichtet", sagte Klaus Henkenherm, der als Brudermeister der ausrichtenden Hubertus-Schützen alle Fäden zusammenhält, gegenüber der NW. So schön der Baum auch sei, habe er das muntere Treiben immer auch ein bisschen getrennt. "In diesem Jahr wird der Weihnachtsbaum vor der Alten Volksschule erst nach dem zweitägigen Adventsmarkt aufgebaut", informierte Henkenherm. Neu war auch der Mann im Nikolausgewand, in dem diesmal nicht Alois (Buschi) Pauleickhoff, sondern Ex-Brudermeister Michael Streiß steckte. Das Goldene Buch, aus dem der Rauschebart stets die guten Taten der Bürger im Wapeldorf verkündet hatte, blieb diesmal geschlossen. Stutenkerle hatte der Nikolaus, "der sich vor langer Zeit um die Armen gekümmert hat und den Kindern deshalb etwas mitbringt", wie er sagte, indes reichlich dabei. Das Gedränge vor der winzigen Bühne war riesig. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung am Samstagabend freute sich Ortsvorsteherin Bärbel Diekhans, dass die Hubertus-Schützen jetzt zum zweiten Mal "nach dem Warmlaufen im letzten Jahr" die Organisation des Adventsmarktes übernommen hatten. Die Vielzahl der Buden und die funktionierende Kooperation mit dem Heimatverein Neuenkirchen zeige, dass es den Grünröcken erneut gelungen sei, eine große aktive Gemeinschaft zusammenzuführen. Die Brüder Mohamed (12) und Negervan Sheikh Mustrafa (10), die vor einem Jahr nach Neuenkirchen kamen, stimmten die Besucher mit Liedern aus ihrer syrischen Heimat, aber auch dem klassischen "O Tannenbaum" auf die Adventszeit ein. Auch der Kinderchor unter der Leitung von Klaus Zobel, der auf dem Akkordeon begleitete, sang sich in die Herzen der Zuhörer. Währenddessen gingen in den heimelig erleuchteten Holzhütten urige Schmuckstücke aus Silberbesteck oder Weihnachtsdeko aus heimischen Werkstätten über den Tresen. Die originellen Adventsgestecke, die Petra Kleinegräber aus uralten Wagenrad-Elementen aus Eiche oder Buchenholz zaubert, stießen auf ebenso großes Interesse wie die raffiniert gefalteten Baumkugeln, die Gerda Jahn aus bis zu 60 Papierteilen zeitaufwendig zusammensetzt. An anderer Stelle - auch in den verkaufsgeöffneten Geschäften - gab es stimmungsvolle Lichter und viele andere schöne Dinge zu entdecken.

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