Gespenstisches Bild bei der Spedition Merschbrock. - © Andreas Eickhoff
Gespenstisches Bild bei der Spedition Merschbrock. | © Andreas Eickhoff

Rietberg Lagerhalle in Rietberg abgebrannt: Warnung für Bevölkerung aufgehoben

Löscharbeiten dauerten bis Mittwochnachmittag

Andreas Eickhoff

Rietberg. Ein Großbrand hat in der Nacht zu Mittwoch eine Lagerhalle der Spedition Merschbrock an der Böckersstraße in Schutt und Asche gelegt. Mit größter Mühe konnten die etwa 150 Feuerwehrleute aus sechs Löschzügen ein Übergreifen der Flammen auf ein Nachbargebäude verhindern. Drei Minuten nach ein Uhr wurden zunächst die Löschzüge Rietberg und Neuenkirchen in das Industriegebiet nahe der Konrad-Adenauer Straße geschickt. Bereits auf der Anfahrt sahen die Feuerwehrleute meterhohe Flammen aus der 100 mal 150 Meter großen Halle in den nächtlichen Himmel schlagen. Der Löschzug Mastholte wurde nachalarmiert, ferner die Löschzüge Langenberg und Rheda (Drehleitern) sowie Kaunitz (Schlauchwagen). Unter Leitung von Stadtbrandinspektor Matthias Setter wurden die umliegenden Hydranten angezapft, um auf eine leistungsfähige Wasserversorgung zurückgreifen zu können. So konnte nicht nur das benachbarte Gebäude geschützt werden, auch zwei Auflieger wurden rechtzeitig von der Lagerhalle weggezogen. In der Halle waren unter anderem Kunststoff, Metallteile und Papier gelagert. Nachdem der Brand von außen weitestgehend eingedämmt war, wurden mit Hilfe zweier Bagger Zugänge in die Lagerhalle geschaffen. So konnten letzte Glutnester abgelöscht werden. Verletzt wurde nach ersten Informationen niemand. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar. Die Feuerwehr hatte Anwohner zunächst aufgerufen, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Diese Warnung wurde am frühen Morgen wieder aufgehoben. Stadtbrandinspektor Setter ging davon aus, dass die Löscharbeiten bis Mittwochnachmittag andauern könnten.

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