Seit fünf Jahren in Betrieb: Die Varenseller wünschen sich eine Bepflanzung des Kreisverkehrs an der Kreuzung Gütersloher Straße und Hauptstraße. - © Birgit Vredenburg
Seit fünf Jahren in Betrieb: Die Varenseller wünschen sich eine Bepflanzung des Kreisverkehrs an der Kreuzung Gütersloher Straße und Hauptstraße. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Zukunftsfragen - Das wollen die Varenseller Bürger

Die Bepflanzung des Kreisverkehrs, die Sanierung des Radweges, der Breitbandausbau sowie die Hoffnung auf einen neuen Kreisel bewegen die Menschen

Birgit Vredenburg

Rietberg-Varensell. Seit Sommer 2013 ist der Kreisverkehr an der Schnittstelle Gütersloher Straße und Hauptstraße fertiggestellt. Auf eine passende Bepflanzung warten viele Varenseller bis heute. "Immerhin hat Straßen NRW in den letzten Tagen das Mähen des sprießenden Unkrautes veranlasst", zeigte sich Andreas Sunder am Dienstag in seiner offenen Bürgermeistersprechstunde im Klosterdorf erleichtert. Ihn persönlich habe der ungepflegte Zustand "echt geärgert". Im Vorfeld der Versammlung habe er deshalb den Niederlassungsleiter der Regionalstelle von Straßen NRW OWL kontaktiert und noch einmal "auf dieses Dauerärgernis" hingewiesen. Der Angeschriebene habe daraufhin versprochen, sich dieser Sache anzunehmen, und als erstes das Mähen veranlasst. Sunder: "Der Kreisverkehr erfüllt seine Funktion, den Verkehr zu leiten." Eine Funktion allerdings, die sich manch einer auch an anderer Stelle wünscht, nämlich an der vielbefahrenen T-Kreuzung, an der die Hauptstraße in die Varenseller Straße mündet. Sunder versprach, diese Anregung aus der etwa 25-köpfigen Runde im Pfarrheim mit ins Rathaus zu nehmen, und räumte ein, dass das Verkehrsaufkommen in diesem Bereich sehr hoch sei - mit steigender Tendenz. "Gleichwohl reden wir auch hier über eine Landstraße im Zuständigkeitsbereich von Straßen NRW", gab Sunder zu Bedenken. "Wenn aus deren Sicht die Verkehrsmengen nicht ausreichen, werden die das nicht machen." Hoffnung auf Sanierung bekam einen Dämpfer Auch der Hoffnung auf eine schnelle Sanierung des vor zehn Jahren zur Landesgartenschau angelegten Radweges entlang der Varenseller Straße erteilte Sunder einen Dämpfer: "Wir haben Straßen NRW angeschrieben, aber noch keine Aussage bekommen. Die Kapazitäten des Landesbetriebes sind zurzeit offenbar ausgeschöpft. Aber wir bleiben dran." Zum Thema Breitbandausbau teilte Sunder mit, dass der Telekommunikationsanbieter Bitel, der im Innenbereich im Dorfzentrum den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau plant, im Juni oder Juli diesen Jahres mit den Bauarbeiten beginnen werde. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass bis dahin alle notwendigen Genehmigungen der zuständigen Behörden vorliegen. Etwa zwölf Monate nach Baubeginn könne das Netz dann freigeschaltet werden (voraussichtlich ein Jahr später als ursprünglich geplant). Ein weiteres Thema, das die Varenseller bewegt, ist der schlechte Zustand des Westfalenwegs in Folge des "extrem zugenommenen Schwerlastverkehrs", wie Anlieger berichteten. Sunder wies darauf hin, dass die Warnbaken nach der jüngsten Ausbesserung der Bankette teilweise bewusst stehengelassen wurden, "um die Randstreifen zu schonen und zu schützen und die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren". Nur im Notfall, wenn es darum gehe, dem Gegenverkehr auszuweichen, sollten Bankette befahren werden. "Ich bremse auf der Fahrbahn ab, fahre dann mit leichter Geschwindigkeit auf die Bankette und warte", erklärte der Bürgermeister. Ursprünglich seien Wirtschaftswege in erster Linie für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge gebaut worden. Durch das angesiedelte Gewerbe sei die Bedeutung dieser Strecken allerdings gewachsen. Vor diesem Hintergrund habe die Politik die zu sanierenden Straßen in einer Maßnahmenliste unterschiedlich priorisiert.

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