Schlicht: Der Neubau des Gymnasiums soll sich gestalterisch an dem Erweiterungsbau der Gesamtschule orientieren. - © Birgit Vredenburg
Schlicht: Der Neubau des Gymnasiums soll sich gestalterisch an dem Erweiterungsbau der Gesamtschule orientieren. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Der Entwurf für den Neubau am Rietberger Schulzentrum ist raus

Der Leiter der städtischen Hochbau-Abteilung präsentiert eine Testentwurfsplanung

Birgit Vredenburg

Rietberg. Frühestens in zehn Jahren sind die PCB-belasteten Altbauten am Rietberger Schulzentrum verschwunden. Nach und nach sollen die Gebäude des Gymnasiums und der Gesamtschule Neubauten weichen. Die Experten schätzen die Gesamtkosten auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Arnd Baumann, Leiter Abteilung Hochbau, hat im Schulausschuss einen Testentwurf vorgestellt. Demnach umfasst die Bruttogeschossfläche des Gymnasiums 10.891 Quadratmeter, die Gesamtschule kommt auf 5.395 Quadratmeter. "Die Testentwurfsplanung sollte uns Aufschluss geben über den tatsächlich notwendigen Flächenbedarf in den Schulen", erläuterte Baumann. Zudem sei es darum gegangen, ein Gebäudekonzept mit mittlerer bis guter Wirtschaftlichkeit als Grundlage einer qualifizierten Kostenberechnung aufzustellen. Die intern erbrachte Planungsleistung für das Gymnasium bezifferte Baumann auf 55.000 Euro, den Wert der Testentwurfsplanung auf 446.250 Euro. Für die Gesamtschule seien Planungsleistungen im Wert von 45.000 Euro erbracht worden, die Summe für die Testentwurfsplanung belaufe sich auf 149.350 Euro. "Aus Zeit- und Wirtschaftslichkeitsgründen haben wir diese Leistungen, die sich auf insgesamt 5.005 Arbeitsstunden summieren, nicht extern vergeben", informierte Baumann. Die jetzt vorliegende Planung liege in einem guten bis sehr guten wirtschaftlichen Bereich. Baumann: "Mein Herz hängt an dieser Planung. Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs können die Neubauten aber auch ganz anders umgesetzt werden". Für diesen Fall sei jedoch nicht auszuschließen, dass kostenmäßig nachgebessert werden müsse. Ob es zur Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs kommt, entscheiden der Schulausschuss und der Bauausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am 17. April. Baumanns Planungen nach sollen die Fassaden der zwei Neubauten sehr schlicht gehalten werden und sich gestalterisch an dem im Bau befindlichen Erweiterungsbau der Gesamtschule orientieren. Seinen Berechnungen hat er die aktuellen Zahlen der Schulentwicklungsplanung zugrunde gelegt. Fachplanerin Ulrike Lexis hat inzwischen ein Raumprogramm für den Neubau des Gymnasiums erarbeitet. "Was wir heute präsentieren, ist das Ergebnis, mit dem Architekten eine Bauplanung erstellen können", sagte Lexis im Schulausschuss. "In Zusammenarbeit mit Schule und Verwaltung haben wir die üblichen Raumkategorien genommen und jede einzelne so lange durchdiskutiert, bis wir zu einer Lösung gekommen sind, die alle Beteiligten für sinnvoll halten". Lexis geht davon aus, dass die Zahl der Neuanmeldungen an die weiterführenden Schulen auch in den nächsten zehn Jahren deutlich über 300 liegt. Ihren Empfehlungen nach sollte der Neubau des Gymnasiums eine Gesamtfläche zwischen 5.373 und 5.499 Quadratmeter umfassen.

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