Tatkräftig: Viel Arbeit investierten die Kolpingfamilien Mastholte und Neuenkirchen an ihrem Vorzeigeobjekt "Piepers Busch". Mit dabei Norbert Kerkemeier (v.l.), Antonius und Maria Großevollmer, Franz-Josef Hartkamp, Marlies Adrian, Hubert Dreisewerd, Gerd Gelhäut, Paul Knepper, und Heinz Borgmeier - © Heinz Heckemeier
Tatkräftig: Viel Arbeit investierten die Kolpingfamilien Mastholte und Neuenkirchen an ihrem Vorzeigeobjekt "Piepers Busch". Mit dabei Norbert Kerkemeier (v.l.), Antonius und Maria Großevollmer, Franz-Josef Hartkamp, Marlies Adrian, Hubert Dreisewerd, Gerd Gelhäut, Paul Knepper, und Heinz Borgmeier | © Heinz Heckemeier

Rietberg Rietberger Kolpinghandwerker setzen sich für Flüchtlingsfamilie ein

Da kommen schon mal hunderte Stunden an Arbeit zusammen

Heinz Heckemeier

Rietberg. Der private Verein "Hoffnung für das Leben" mit Sitz in Kamen setzt sich seit mehr als 35 Jahren für Frauen in Schwangerschafts-Konfliktsituationen ein. In Rietberg stellen sich die Mitglieder als Untergruppe der Kolpingfamilie Westerwiehe in den Dienst dieser sozialen Aufgabe. Auch auf die Gemeinschaftsgruppe der Kolpingfamilien aus Mastholte und Neuenkirchen kann sich der Verein verlassen. Jetzt haben sie sich alle gemeinsam getroffen. Norbert Kerkemeier, der seit 2012 das Amt des Vorsitzenden bekleidet, erklärte den Anwesenden die Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Großevollmer aus Langenberg. Die Geschäftsleitung dort liegt in den Händen von Andreas und Maria Großevollmer, die ebenfalls der Kolpingfamilie angehören. Nach der Besichtigung des Hauses in Mastholte-Süd, verlegten die Verantwortlichen die weiteren Gespräche in die Jakobsleiter, Mastholtes Pfarrzentrum, wo sie Gast der Kolpingfamilie Mastholte waren. Kerkemeier beleuchtete dabei die einzelnen Etappen, die im Vorfeld erforderlich waren, um das Haus an der Straße Piepers Busch zu errichten. Mit zu den Gründen gehörte die Schaffung einer geeigneten Wohnung für die Unterbringung einer alleinstehenden Mutter mit zwölf Kindern, die zuvor in Neuenkirchen auf engstem Raum, lebte. Eine Wohnung für zwölffache Mutter Die Verantwortlichen von "Hoffnung für das Leben" meldeten sich zunächst bei der Stadt Rietberg, um ein passendes Grundstück zu erlangen. Als die Verhandlungen mit einem geeigneten Grundstück ein positives Ende fanden, kam das Unternehmen Großevollmer ins Spiel, das das Grundstück kaufte und einen Plan für eine Wohnung über 210 Quadratmeter erstellte. Die Vorgabe war, die Räumlichkeiten auf die persönliche Entwicklung der Kinder auszurichten. Nun ist das Haus seit einiger Zeit fertig. Die Großfamilie hat ein kindgerechtes Umfeld erhalten. Die umfangreiche Küche wurde von einer großen Firma aus dem Kreis Gütersloh gespendet und die Finanzierung der elektronischen Geräte übernahm die "Stiftung Kinderträume". Zusätzlich wurde im Dachgeschoss eine Flüchtlingsfamilie untergebracht, für deren Einrichtung die Kolpingfamilie Mastholte - die sich mit der Neuenkirchener Kolpingfamilie auch bei der Großfamilie einbrachte - Verantwortung übernahm. Zusätzlich schufen die Ehrenamtlichen Raum für zwei weitere Wohnungen. Im Rahmen der Versammlung kamen natürlich die zahlreichen Projekte von "Hoffnung für das Leben" zur Sprache. Umfangreiche Unterstützung des Vereins Die Hilfe, die stets in Zusammenarbeit mit den örtlichen sozialen Einrichtungen bestand und besteht, erstreckt sich neben den sozialen Leistungen, unter anderem auf die Beschaffung von Inneneinrichtungen wie Möbel und Waschmaschinen und nicht zuletzt auf die Hilfe beim Umzug sowie beim Aufbau der Einrichtung. Außerdem sind umfangreiche Unterstützungen bei der Schaffung einer Vielzahl von weiteren Wohnungen zu nennen. Aktive der Kolpingfamilie Mastholte waren im zurückliegendem Jahr 2017 auch bei der Einrichtung von Wohnungen und mit Handwerksarbeiten der besonderen Art für Flüchtlinge unterwegs. Die Kolpinghandwerker: Reinhard Ahrens, Heinz Berhorst, Heinz Borgmeier, Gerd Gelhäut und Paul Knepper investierten bei der Wohnung "Piepers Busch" 150 Stunden Arbeitseinsatz. Dazu besorgten sie die gesamten Inneneinrichtungen einschließlich der Elektrogeräte, angefangen bei der Waschmaschine über den Elektroherd, Kühlschrank bis hin zum Staubsauger. Bei einer weiteren Wohnung an der Kampstraße in Rietberg standen 180 Stunden Arbeit zu Buche. Hier waren zusätzlich Reinhard Heilemann sowie Jutta und Jürgen Gondolf im Einsatz. Dort ging es ebenfalls um die gesamte Einrichtung. Bei der dritten Aufgabe war der Umzug einer Flüchtlingsfamilie nach Neuenkirchen zu erledigen. Bei diesem Einsatz leisten Heinz Borgmeier, Heinz Berhorst und Gerd Gelheut 30 Stunden Arbeit.

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