Saubermänner im Einsatz: Der städtische Bauhof hatte in den vergangenen Tagen viel zu tun. Bürgermeister Andreas Sunder bedankte sich bei seinen Kollegen für deren Einsatz. - © Stadt Rietberg
Saubermänner im Einsatz: Der städtische Bauhof hatte in den vergangenen Tagen viel zu tun. Bürgermeister Andreas Sunder bedankte sich bei seinen Kollegen für deren Einsatz. | © Stadt Rietberg

Rietberg Rietberger Karneval endet mit viel Müll

Veilchendienstag: Die Bauhof-Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun. Rund 25 Kubikmeter Müll entsorgt werden. Polizei und DRK ziehen eine positive Bilanz

Birgit Vredenburg

Rietberg. Ein überwiegend positives Fazit ziehen Stadt, Polizei und das DRK Rietberg nach den Karnevalsumzügen in Rietberg. Laut Polizei feierten diesmal  rund 10.000 Jecken ausgelassen, aber zumeist friedlich bis in die Frühe. In der Morgendämmerung zeigten sich indes die Spuren des feuchtfröhliche Treibens. Auch diesmal waren die Straßen rund um die Partymeile wieder übersät mit Plastikbechern, Getränkedosen, Flaschen, Kostümfetzen, zermatschten Bonbons, Speiseresten oder Schlimmerem. Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes hatten nicht nur gestern, sondern auch am Tag nach dem Altweiberumzug alle Hände voll zu tun, die unerfreulichen Überbleibsel des närrischen Treibens zusammenzufegen und abzutransportieren. Schon zeitig waren die Männer in Orange bei klirrender Kälte auf den Beinen, um dem teilweise festgefrorenen Unrat mit Schaufel, Besen, Kehrmaschine und Laubbläsern zu Leibe zu rücken. Starker Schneeschauer Besondere Eile war am Vormittag des Rosenmontag geboten: Im Vorfeld des Kinderumzugs, der um 10.11 Uhr gestartet war, mussten die städtischen Mitarbeiter die Zugroute viermal streuen, weil es vorher geschneit hatte. Gegen 6.30 Uhr hatte ein kurzer aber starker Schneeschauer für glatte Straßen gesorgt. Der Schnee wurde durch den normalen Straßenverkehr schnell festgefahren und verwandelte sich in eine rutschige und vereiste Schneeschicht. Auch am Abend des Rosenmontags deutete sich Glätte durch überfrierende Nässe an. Bauhofleiter Jens Hökenschnieder: "Kurz nach 19 Uhr ist deshalb vorsorglich ein Großfahrzeug ausgerückt, um vor allem die Hauptverkehrswege zu streuen. So konnten wir überwiegend sicherstellen, dass Rettungskräfte, Busse oder Taxen bei plötzlich auftretender Glätte die ganze Nacht über problemlos fahren konnten." Kampf gegen die Glätte Als es gegen 20 Uhr tatsächlich glatt wurde, rückte der Bauhof zudem in Abstimmung mit Ordnungsamt, Polizei und Deutschem Roten Kreuz (DRK) mit zwei kleineren Wagen aus, um im Veranstaltungsbereich, aber auch im näheren Umfeld die Glätte weitestgehend zu beseitigen. Auch am Dienstag war die städtische Truppe seit 4 Uhr morgens mit zwölf Mitarbeitern im Winterdienst unterwegs. Parallel dazu musste die Stadt von Überresten der Karnevalsnacht befreit werden. Insgesamt kamen vom Altweibertag bis Rosenmontag 25 Kubikmeter Müll zusammen. Das entspricht in etwa einer Lkw-Ladung eines 7,5-Tonners. Im Vergleich zu den Vorjahren ist diese Zahl leicht rückläufig. Bürgermeister Andreas Sunder bedankte sich bei seinen Kollegen vom Bauhof für den engagierten Einsatz: "Besonders die Doppelbelastung von Winterdienst und Karneval war eine Herausforderung. Ich bin sehr froh, auf eine so schlagkräftige Mannschaft setzen zu können." Fünf Personen in Gewahrsam Die Polizei wurde zu 29 Einsätzen hinzugezogen. Insgesamt wurden fünf Personen in Gewahrsam genommen. Gegen 30 Teilnehmer erteilten die Beamten Platzverweise; fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen. Drei Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung wurden eingeleitet. In zwei Fällen wurden Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung eingeleitet. In einem Fall sprühte eine Frau mit Pfefferspray in einem Zelt. Elf Personen wurden leicht verletzt. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Weniger alkoholisierte Minderjährige als im Vorjahr Auch der DRK-Ortsverein Rietberg zog eine positive Bilanz. Einmal mehr habe sich das Einsatzkonzept zu Rosenmontag bewährt. Erfreulicherweise habe sich der Trend des letzten Jahres gedreht und es seien nur sehr wenige alkoholisierte Minderjährige zu versorgen gewesen. Am Altweiberdonnerstag war die medizinische Absicherung mit 68 Helfern, am Sonntag mit vier Helfern und am Rosenmontag mit 76 Helfern sichergestellt, an beiden Feiertagen waren auch jeweils zwei Ärzte im Einsatz. 79 Hilfeleistungen wurden am Donnerstag und 103 Hilfeleistungen am Montag erbracht, wovon jeweils acht Patienten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Alle weiteren Verletzungen und Erkrankungen waren minder schwer und konnten nach einer Versorgung durch das DRK nach Hause oder ins weitere Karnevalsgeschehen entlassen werden. Insgesamt seien durch die Helfer im medizinischen Bereich über die drei Tage insgesamt eine Summe von rund 2.200 ehrenamtlichen Einsatzstunden geleistet worden. Unterstützung kam von DRK-Kameraden aus Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Herford, Herzebrock, Langenberg, Lippstadt, Schloß-Holte, Verl und Versmold sowie einer Kameradin des JUH Halle.

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