Prinzengarde: Die neue Choreographie begeisterte das Publikum. - © Birgit Vredenburg
Prinzengarde: Die neue Choreographie begeisterte das Publikum. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Neuenkirchener Närrinen feiern Kuppelshow bei Karnevalssitzung

Neuenkirchens Altweiber brennen im Kolpinghaus ein Feuerwerk der guten Laune ab und präsentieren in ihrer Show sogar den „Bachelor“

Birgit Vredenburg

Rietberg. Der Bachelor in Neuenkirchen? Jawoll. Den wilden Weibern im Wapeldorf ist es gelungen, die aufregende Kuppelshow in ihre jecke Karnevalssitzung zu holen. Die Kandidatinnen Vivien (Heike Schröder) und Vanessa (Birgit Hesse) zitterten in der Endrunde darum, den Rosenkavalier, der Frauenherzen höher schlagen lässt, für sich zu gewinnen. Wird der ebenso begehrte wie kurzsichtige „Ottmar" (Sonja Schnieder) sich für die Astronautin Vivien entscheiden, die mit ihm zum Mond fliegen wollte, sich dann aber mit einer Schlauchbootfahrt über den Dorfgraben begnügte, oder die „wahnsinnig verliebte" Personality-Managerin Vanessa, die ihm romantische Stunden bei „Manfredo Laterno" und zum Abschied einen Kuss schenkte? Ottmar („Ich bin ein Mann mit Ecken und Kanten") fiel es sichtlich schwer, sich für eine der vielen „süßen Mäuse" im Saal zu entscheiden. Die bunt kostümierten Weiber im proppevollen Kolpinghaus kringelten sich vor Vergnügen. Rasantes Programm voller Witz, Tanz und doppeldeutigen Geschichten Mit einem rasanten Programm voller Witz, Tanz und vielen skurrilen und bisweilen herrlich doppeldeutigen Geschichten haben Neuenkirchens Altweiber es wieder einmal ordentlich krachen lassen und bis in die Nacht hinein ausgelassen geschunkelt und gelacht. Eine grandiose Premiere in der Bütt feierte „Heide Witzka" (Birgit Hesse), die Frau des „Hausmeisters", der jetzt bei der „Zekjuritie" ist. „Seit einiger Zeit läuft‘s nicht mehr so bei uns", verriet die wortgewandte Ulknudel, die den Unterschied zwischen einer verheirateten und einer Single-Frau sehr genau kennt: „Eine Single-Frau kommt abends nach Hause, guckt in den Kühlschrank, findet nichts Gescheites und geht ins Bett. Eine verheiratete Frau guckt erst ins Bett und geht dann an den Kühschrank." In ihrer Not verschluckte „Heide" sogar einen Zehn-Euroschein und wunderte sich, dass am nächsten Tag nur ein paar Münzen wieder heraus kamen. Für den Arzt war der Fall klar: „Das sind die Wechseljahre". Die Moderatorinnen freuten sich weitere Neulinge auf der Bühne begrüßen zu dürfen Die Moderatorinnen Anna Altehülshorst, Anna Kathöfer und Johanna Kuper freuten sich, weitere Neulinge auf der Narrenbühne begrüßen zu dürfen. Während Beate Jäger, der fröhlichen Närrinnenschar zum ersten Mal solo als „Körperklaus" einheizte, schmetterte das singende und üppig aufgepolsterte Trio „Cellulite" (Lisa Jephcote, Daniela und Nicole Wördekemper) wenig später lauthals in den Saal: „Warum ist Gott so gemein, er schuf uns mit Dellen an Popo und Bein, schließlich ist Gott doch ein Mann, der doch nicht so herzlos sein kann." Auch die weltgewandte Waltraud (Karoline Abel) und das naive Mariechen (Nathalie Mertensotto) traten zum ersten Mal ins närrische Rampenlicht. Während die eine sich beim Plausch im Café „Stadlers Gärtchen" freute, „dass wir alle bald Wi-Fi kriegen", dachte die andere dabei gleich an eine saftige Krakauer. Apropos: Waltraud kam auf dem Weg zum Einkaufen jüngst ein Mann entgegen, der seinen Mantel aufriss – und darunter splitterfasernackt war. Sie beguckte sich den Kerl und dachte: „Ach ja, Shrimps wollte ich auch noch kaufen."

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