Für Meinolf Hillemeier zählen die Vorteile eines Kunstrasenplatzes. - © Foto: Birgit Vredenburg
Für Meinolf Hillemeier zählen die Vorteile eines Kunstrasenplatzes. | © Foto: Birgit Vredenburg

Rietberg Der Kunstrasenplatz kommt: Im Sommer darf gekickt werden

TuS Westfalia Neuenkirchen: Im Februar oder März soll 
der Bau des ersten Kunstrasenplatz im Stadtgebiet beginnen

Birgit Vredenburg

Rietberg. Bereits für 2015 hatten Politik und Verwaltung den Sportlern im Stadtgebiet den Bau des ersten Kunstrasenplatzes versprochen und dem TuS Westfalia Neuenkirchen hierfür einen städtischen Zuschuss in Höhe von 500.000 Euro in Aussicht gestellt. Später wurde diese Summe auf zwei Vereine aufgeteilt – zugunsten des Mitte letzten Jahres eröffneten Hybridrasenplatzes des TuS Viktoria Rietberg. Im Februar oder März endlich soll auch in Neuenkirchen der erste Spatenstich gesetzt werden. „Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass das so lange dauert", sagte Stadtsportverbandsvorsitzender Meinolf Hillemeier beim Neujahrsempfang der CDU im Wapeldorf. Die Investitionssumme belaufe sich auf knapp 500.000 Euro, inklusive einer neuen, dimmbaren LED-Flutlichtanlage. Diese Summe sei durch einen beantragten Zuschuss für die Flutlichtanlage (22.000 Euro) und bisherige Einnahmen durch die Spendenaktion „Maulwurf-Bingo" (8.000 Euro) nur zum Teil gedeckt. „Wir sind in Gesprächen mit heimischen Firmen und Banken. Stadt will Kredit ebenfalls tilgen Plus Eigenleistung erwarten wir hier eine weitere Bezuschussung von 130.000 Euro", informierte Hillemeier. Die verbleibende Summe solle über die Aufnahme eines Kredits über maximal 110.000 Euro gedeckt werden – mit einer Laufzeit von 15 Jahren. Vor dem Hintergrund, dass der Kunstrasenplatz in Neuenkirchen allen Vereinen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen soll, habe die Stadt „sicher zugesichert", 15 Jahre lang jeweils 5.000 Euro zur Tilgung des Kredits bereit zu stellen. Mit Blick auf die Energiekosten, an denen der Verein beteiligt sei, rechnet Hillemeier sich durch die Installation der neuen Flutlichtanlage zudem eine mindestens 50-prozentige Einsparung aus. Da der Verein als Bauherr auftrete, müsse die Maßnahme nicht europaweit ausgeschrieben werden. „Den Zuschlag wird die Firma Lodenkemper aus Ahlen erhalten, die schon viele Kunstrasenplätze gebaut hat", sagte Hillemeier. Er gehe von drei Monaten Bauzeit aus, so dass der Platz zu den Sommerferien eröffnet werden könne. „Theoretisch kann ein Kunstrasenplatz von morgens bis abends bespielt werden. Zudem sind Pflegekosten gegenüber einem Natur- oder Hybridrasen deutlich günstiger", stellte Hillemeier die Vorteile eines Kunstrasenplatzes heraus. „Wir sehen uns daher als Vorreiter." Es gehe auch darum, dass Rietberg nicht abgehängt werde. Rietberg sei kreisweit die einzige Kommune ohne eigenen Kunstrasenplatz und stehe deshalb immer wieder – oft alleine – auf der Ausfall-Liste. „Das zeigt, dass die Stadt mit ihren Sportanlagen nicht optimal aufgestellt ist. Und das trotz des im Sommer letzten Jahres eingeweihten Hybridrasenplatzes. Apropos: Wir haben ganz bewusst die Alternative Kunstrasenplatz gewählt, weil wir nicht nur einen Spielplatz, sondern auch einen Trainingsplatz benötigen", machte Hillemeyer deutlich.

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