Sehnlichst erwartet: Der Nikolaus erscheint zur Wunschzettel-Sprechstunde und nimmt sich Zeit für seine Gäste. - © Birgit Vredenburg
Sehnlichst erwartet: Der Nikolaus erscheint zur Wunschzettel-Sprechstunde und nimmt sich Zeit für seine Gäste. | © Birgit Vredenburg

Rietberg Adventsmarkt Rietberg lockt viele Besucher in die Altstadt

Auch der Platz zwischen Kirche und Rathaus konnte wieder genutzt werden

Birgit Vredenburg

Rietberg. Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm und 36 Holzhütten, bestückt mit jeder Menge Kunsthandwerk und kulinarischen Muntermachern: Sogar der Nikolaus bekam glänzende Augen, als er seine Blicke über die gemütliche, von Tannenbäumen gesäumte Budenstadt in historischem Ambiente schweifen ließ. "Gerade diese Konstellation ist es, die den Adventsmarkt so gemütlich macht und was fürs Auge bietet - und das schon zum 30. Mal", freute sich der Nikolaus. Als er am Freitag die erste seiner zwei Wunschzettel-Sprechstunden eröffnete, standen vor der Bühne viele erwartungsfrohe Gesichter. Er nahm sich Zeit, die Wünsche der Kinder entgegen zu nehmen, um die Zettel am Sonntag direkt ans Christkind zu schicken - gebunden an einen Strauß bunter Luftballons. "Es gibt Leute, die machen das per Mail. Das aber ist riskant, denn diese Liste kann gehackt werden, dann ist Ende mit Geschenken", warnte der Nikolaus. "Lieber persönlich bei mir abgeben, dann läuft das schon." Auch Bürgermeister Andreas Sunder, der den Adventsmarkt unter dem Motto "Lichterglanz" mit den Weihnachtsengelchen des TuS Viktoria Rietberg eröffnet hat, lobte "die traumhaft schöne Kulisse und die erfreuliche Entwicklung, die dieser Markt in den letzten drei Jahrzehnten genommen hat". Nicht nur bei Gästen aus Nah und Fern, auch bei den Beschickern erfreue sich die Budenstadt großer Beliebtheit. Bei Christa Kneuper, die seit 30 Jahren für das Bühnenprogramm verantwortlich zeichnete und jetzt "in Rente gehen möchte", bei Uli Schönebeck, der 2013 von Heinz Speith den ehrenamtlichen Posten des Marktmeisters übernommen hat, "sich jetzt aber zurückziehen will", und bei Volker Pappert, "der das vorweihnachtliche Event zu einem Erlebnismarkt gemacht hat, in den nächsten Monaten aber den wohlverdienten Ruhestand antritt", bedankte sich das Stadtoberhaupt mit Dank und Präsenten. Im Gegensatz zum Vorjahr konnte der Platz zwischen Kirche und dem sanierten Rathaus wieder genutzt werden, und auch die Kirchenfenster waren wieder bunt illuminiert. Einzig die rot-weiß-schraffierten Anti-Terror-Poller, die an den Zugängen aufgebaut waren, um zu verhindern, dass Fahrzeuge in die Menschenmenge fahren, trübten das idyllische Bild.

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