Der Technische Beigeordnete Gerhard Serges (2. v. r.) und der Bahnhofsmanager Martin Nowosad (3. v. r.). - © FOTO: ULLRICH WEILAND
Der Technische Beigeordnete Gerhard Serges (2. v. r.) und der Bahnhofsmanager Martin Nowosad (3. v. r.). | © FOTO: ULLRICH WEILAND

Rheda-Wiedenbrück Alles wird hell und modern

Bahn investiert 3,5 Millionen Euro in Umgestaltung der Bahnsteige

Rheda-Wiedenbrück. Seitdem das Bahnhofsgebäude in Rheda nicht mehr der Bahn, sondern der Stadt gehört, hat es sich gewaltig verändert. Und jetzt soll es noch schöner werden. Die Bahn will im Rahmen ihrer Modernisierungsoffensive 3,5 Millionen Euro in die Umgestaltung der Bahnsteige in Rheda stecken. Den Bahnhof in Rheda nutzen täglich etwa 4.000 Reisende.

Welche Maßnahmen konkret geplant sind, erläuterten der Technische Beigeordnete Gerhard Serges und der Bahnhofsmanager Martin Nowosad den Mitgliedern des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr vor Ort.

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Die alten Lastenaufzüge an den Bahnsteigen verschwinden. Wenn es nach der Bahn gegangen wäre, wären auch die alten Holzüberdachungen abgerissen und durch Wetterschutzhäuschen ersetzt worden. Das missfiel allerdings der Stadt. Jetzt sollen die Überdachungen erhalten werden. "Die Reisenden sollen sich auf den Bahnsteigen wohl fühlen, deshalb werden wir sie hell, übersichtlich und modern gestalten", so Nowosad.

Während der Bahnsteig an Gleis 1 und 2 nach dem Umbau noch 170 Meter lang sein wird – dort halten die Nahverkehrszüge nach Bielefeld und Münster –, werden die anderen Bahnsteige die Normlänge von 220 Metern erreichen. An diesen Bahnsteigen könnte auch ein ICE in einem Notfall halten. An allen Bahnsteigen wird es nur noch eine Treppe, dafür auf der anderen Seite einen Aufzug geben. Auch die alten Holzgeländer und -bänke verschwinden und weichen modernen Sitzgelegenheiten und Geländern.

Bei der Modernisierung wird auch die Beleuchtungsanlage erneuert. Energiesparende LED-Lampen wird man allerdings vergeblich auf dem Bahnhofsgelände suchen, denn bisher gibt es noch keine dieser Leuchten, die die geforderten Normen erfüllen können, so Nowosad.

Zu den Neuerungen gehört darüber hinaus eine Videoüberwachungsanlage, die sich allerdings auf die Aufzüge beschränken wird. Zudem sollen künftig alle Bahnsteige an der Bahnsteigkante 76 Zentimeter über Gleisniveau sein. Nowosad: "Diese Forderung in Rheda zu erfüllen, wird nicht ganz einfach sein, denn die Gleise haben nicht alle dasselbe Höhenniveau. Eine Höhenanpassung würde Millionen kosten. Unsere Planer haben aber praktikable Lösungen gefunden."

Auch die Vitrinen auf den Bahnsteigen werden erneuert. Hinzu kommen sogenannte dynamische Schriftanzeigen, die über Verspätungen der Züge informieren.

Zur Länge der Bauzeit legte sich der Bahnhofsmanager nicht fest. "Das Beispiel Gütersloh hat uns gezeigt, dass immer etwas dazwischen kommen kann. Wenn wir den Bahnhof sperren könnten, wäre natürlich alles viel einfacher. Wir müssen die Bauarbeiten sind bei laufendem Betrieb und wir müssen zudem darauf achten, dass die Sicherheit der Fahrgäste stets gewährleistet ist. Mit zwei Jahren müssen wir mindestens rechnen. Wenn wir den ersten Spatenstich vornehmen, werde ich etwas konkreter werden können."

Während der Besichtigung nahmen die Ausschussmitglieder auch die Baustelle nördlich der Gleise in Augenschein. Dort entsteht zurzeit ein Durchbruch. Bewohner der angrenzenden Siedlung, die zu Fuß unterwegs sind, brauchen nach der Fertigstellung nicht mehr die Unterführung an der Herzebrocker Straße zu benutzen, sondern können die Gleise und das Bahnhofsgebäude durch den neuen Zugang erreichen. Zudem entsteht hier eine weitere Radstation. Im Frühjahr sollen diese Arbeiten beendet sein.

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