Bürgermeister Theo Mettenborg und Helga Müsse, Alternpflegschaftsvorsitzende der Ernst-Barlach-Realschule.
Bürgermeister Theo Mettenborg und Helga Müsse, Alternpflegschaftsvorsitzende der Ernst-Barlach-Realschule.

Rheda-Wiedenbrück Ungewissheit und viele offene Fragen

Informationsveranstaltung der Elterninitiative gegen die Schließung der Ernst-Barlach-Realschule

Rheda-Wiedenbrück (nw). Die Elterninitiative gegen die Schließung der Ernst-Barlach-Realschule (EBR) hatte am Dienstag zu einem Meinungsaustausch mit Bürgermeister Theo Mettenborg eingeladen. Verunsicherte Eltern der Realschüler und der Viertklässler aus Rheda waren gekommen, um Antworten auf ihre Fragen im Hinblick auf die Schließung der Ernst-Barlach-Realschule zu bekommen. Begleitet wurde der Bürgermeister vom 1. Beigeordneten Peter Bremhorst und Reinhild Birkenhake, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Bildung und Sport der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

Helga Müsse, die Elternpflegschaftsvorsitzende der EBR, fragte zunächst, wie es überhaupt zu der Entscheidung gekommen sei, die Realschule in Rheda zu schließend. Mettenborg stellte fest, dass man sich nach der demografischen Entwicklung und dem Elternwillen gerichtet habe. Den Elternwillen hatte die Stadt damals durch eine Abfrage in den Klassen 3 und 4 ermittelt.

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Diese Abfrage, so die Eltern, habe sich aber nur auf eine mögliche Anmeldung an einer Sekundar-, Gesamt- oder Realschule bezogen und keinen verbindlichen Charakter gehabt. Hingegen habe man dem Wunsch nach einer Halbtagsschule, für die sich viele Eltern der EBR-Schüler explizit ausgesprochen hätten, nicht berücksichtigt.

Zudem bedauerten die Eltern, dass die familiäre, überschaubare EBR einem großen Schulverbund geopfert werde. Dabei stelle sich die Frage, ob man nicht eben diese Qualität in absehbarer Zukunft leidlich vermissen werde.

Unmut rief zudem das Gutachten des Dr. Garbe hervor, der in den ersten beiden Papieren nie von der Schließung der EBR gesprochen habe, im dritten Gutachten aber zu ganz anderen Erkenntnissen gekommen sei. Mettenborg entschuldigte dies mit der "dramatischen Veränderung des Wahlverhaltens der Eltern hinsichtlich der Hauptschulen".

 Auf die Frage der Eltern, wo ihr Kind, das die EBR besuche, seinen Abschluss machen werde, machte Mettenborg die verbindliche Zusage, dass diese Kinder ihr Abschlusszeugnis von der Ernst-Barlach-Realschule im jetzigen Gebäude bekommen würden.

 Der Schulstart für die neue Gesamtschule erfolgt im Sommer 2013 in dem Gebäude, das zurzeit noch den Namen "Einstein II" trägt. Die 495 Kinder, die im kommenden Schuljahr an weiterführende Schulen angemeldet werden, so Reinhild Birkenhake, werden jeweils vierzügig an das Einstein-, das Ratsgymnasium und an die Osterath-Realschule gehen. Die 135 verbleibenden Kinder werden an die siebenzügig geplante neue Gesamtschule an zwei Standorten verteilt.

 Unbeantwortet blieb die Frage, was passiert, wenn nicht genügend Kinder an der neuen Gesamtschule angemeldet werden sollten.

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