In einer Ausnüchterungszelle wie dieser musste der junge Mann die Nacht zum 1. Weihnachtstags verbringen. - © picture alliance / Marius Becker/dpa
In einer Ausnüchterungszelle wie dieser musste der junge Mann die Nacht zum 1. Weihnachtstags verbringen. | © picture alliance / Marius Becker/dpa

Rheda-Wiedenbrück 20-Jähriger macht alles falsch - und landet in Ausnüchterungszelle

Nach einem Unfall mit einem Baum nimmt das Unheil seinen Lauf

Rheda-Wiedenbrück (lnw). Ein Betrunkener hat am frühen Heiligabend in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) gewütet: Erst fuhr er gegen einen Kirchenmauer, dann gegen eine Straßenlaterne. Anschließend legte er sich mit einem 36-jährigen Polizisten in Zivil an, der nach Dienstende an der Unfallstelle vorbeikam. Der 20-jährige Mann aus Oelde war mit einem VW Sharan gegen eine Kirchenmauer gefahren und setzte seine Fahrt gleich darauf fort. Stadtauswärts verlor er dann aber auf der Pixeler Straße die Kontrolle über seinen Wagen und prallte hier gegen eine Straßenlaterne. Hier kam nun zufällig ein 36-jähriger Polizeibeamter aus Rheda-Wiedenbrück vorbei, der soeben seinen Nachtdienst beendet hatte. Als der 20-Jährige bemerkte, dass der zivile Polizeibeamte seine Kollegen angerufen hatte, versuchte er, den Polizisten zu schlagen. Die alarmierten Polizeibeamten konnten ihrem Kollegen schnell zu Hilfe kommen, und der Unfallfahrer wurde zur Polizeiwache Rheda-Wiedenbrück gebracht, damit ihm dort eine Blutprobe entnommen werden konnte. Nach Abschluss der Blutprobe sollte der Unfallfahrer von der Polizeiwache entlassen werden. Bei der Aushändigung der persönlichen Gegenstände beleidigte er die Beamten und erklärte, dass er die Unfälle und die anschließende Ereignisse auf seinem Mobiltelefon aufgenommen hätte. Aus diesem Grund sollte sein Mobiltelefon als Beweismittel sichergestellt werden. Dies passte dem Oelder jedoch auch nicht, und er versuchte zu Fuß zu flüchten. Allerdings kam er nicht weit und stürzte bereits nach wenigen Metern zu Boden. Bei dem Sturz wurde der Oelder leicht verletzt, und versuchte anschließend erneut, die Polizeibeamter zu schlagen. Letztendlich wurde der Mann dann auf Anordnung eines Richters bis zur Ausnüchterung im polizeilichen Gewahrsam untergebracht. Neben den zwei Unfallfluchten muss sich der Oelder nun auch noch wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Der Gesamtsachschaden bei den zwei Unfällen wird auf ungefähr 15.000 Euro geschätzt.

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