Entwurf: Holger Knus vom Immobilienmanagement der Stadt und Landschaftsarchitektin Laura Hollschneider zeigen auf der Baustelle einen Plan, der zeigt, wie das rund 1.000 Quadratmeter große Areal spätestens bis Ende November aussehen soll. - © Natalie Gottwald
Entwurf: Holger Knus vom Immobilienmanagement der Stadt und Landschaftsarchitektin Laura Hollschneider zeigen auf der Baustelle einen Plan, der zeigt, wie das rund 1.000 Quadratmeter große Areal spätestens bis Ende November aussehen soll. | © Natalie Gottwald

Rheda-Wiedenbrück Schulhof des Ratsgymnasiums in Rheda-Wiedenbrück wird neu gestaltet

Das neue Areal wird auch zusätzliche Stellplätze für Räder bieten. Außerdem gibt es eine Anbindung zum zweiten Standort

Natalie Gottwald

Rheda-Wiedenbrück. Die Schüler des Ratsgymnasiums müssen derzeit auf einen großen Teil ihres Schulhofes verzichten. Doch das tun sie gerne, denn täglich können sie live die Fortschritte der Neugestaltung des rund 1.000 Quadratmeter großen Areals, das an Ems und Emsradweg grenzt, begutachten. "Mitte, spätestens Ende November, wird der Schulhof fertig sein", sagt Landschaftsarchitektin Laura Hollschneider, dass der genaue Termin auch von den Witterungsbedingungen abhängig ist. Derzeit wird das Pflaster verlegt - und das wird speziell an einer Stelle noch etwas kompliziert. "Wir haben eine so genannte Verpixelung geplant", sagt Hollschneider. Dabei werde das alte, hellere Pflaster Stein für Stein, scheinbar zufällig, in das neue, etwas dunklere übergehen. "Das wird für die Arbeiter, die die Steine verlegen, eine kleine Herausforderung." Für das Ratsgymnasium, das schon länger unter einem Mangel an Fahrrad-Stellplätzen leidet, sind vor allem die 81 neuen Anlehnbügel, die je zwei Stellplätze für Räder bieten - also insgesamt 162 - heiß ersehnt. "Es gibt bisher 70 Stellplätze. Und wir haben dann insgesamt 232", rechnet Hollschneider vor. Die zwei stattlichen Silber-Ahorne, die vor dem Anbau aus dem Jahr 1962 standen, mussten im Vorfeld der Baumaßnahmen gefällt werden. "Es wird auch eine Datenverbindung über Glasfaserkabel geben" "Eigentlich wollten wir sie gerne erhalten, aber sie waren krank und mussten deshalb weg", erklärt Holger Knus von der technischen Abteilung des Immobilienmanagements der Stadt. Aber es gibt Ersatz aus Fernost: Einen Japanischen Schnurbaum. "Zunächst wird er noch ein bisschen kleiner sein. Aber diese Art kann stattliche 30 Meter hoch werden", erklärt Hollschneider. Hecken - Hainbuche und Feldahorn - werden auch noch gepflanzt, um den Fahrradbereich auf natürliche Weise von Rest des Schulhofes optisch abzutrennen. Anlass der Neugestaltung des Schulhofes war die Sanierung des Emsradweges gewesen, die Ende September mit der Installation der neuen Brücke begann (die NW berichtete). Diese verbindet nun bald auch den Hauptstandort des Ratsgymnasiums an der Rektoratsstraße mit dem so genannten "Junior-Rats", der ehemaligen Michael-Ende-Schule. Entlang des Radweges durch die Flora ist dann auch noch neue Beleuchtung geplant. "Das wird insektenfreundliches LED-Licht sein", sagt Laura Hollschneider, also orangenes Licht, das die Insekten nicht so sehr anlockt wie das mondlichtähnliche bläuliche LED-Licht. Nicht nur durch die Brücke und den Radweg sind die beiden Standorte künftig besser aneinander angebunden. "Es wird auch eine Datenverbindung über Glasfaserkabel geben", so Holger Knus. Dafür seien extra Schächte eingeplant und Leerrohre durch die Brücke gelegt worden, durch die die Kabel später geschoben werden können.

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