Individuelle Anfertigung: Diese Treppe aus massivem Eichenholz ist als Aufgang zu einer Galerie im Kinderzimmer gedacht. Mit Öl behandelt Tischler-Meister und Inhaber der Tischlerei Holste Karl-Heinz Holste das Holz. Sein Betrieb ist nominiert für den Gründerpreis des Landes NRW. Am 22. November wird in Düsseldorf die Entscheidung verkündet. - © Natalie Gottwald
Individuelle Anfertigung: Diese Treppe aus massivem Eichenholz ist als Aufgang zu einer Galerie im Kinderzimmer gedacht. Mit Öl behandelt Tischler-Meister und Inhaber der Tischlerei Holste Karl-Heinz Holste das Holz. Sein Betrieb ist nominiert für den Gründerpreis des Landes NRW. Am 22. November wird in Düsseldorf die Entscheidung verkündet. | © Natalie Gottwald

Rheda-Wiedenbrück Dieser Tischler aus Rheda-Wiedenbrück zählt zu NRWs Top-Gründern

Gründerpreis: Der Betrieb von Karl-Heinz Holste ist von 143 Bewerbern für den Preis des Landes NRW unter die letzten Zehn gekommen. Die Entscheidung fällt am 22. November

Natalie Gottwald

Rheda-Wiedenbrück. Am Mittwoch, 22. November, muss sich Karl-Heinz Holste, Inhaber der gleichnamigen Tischlerei an der Ringstraße 135, einen Tag freinehmen. "Vielleicht auch noch Donnerstag, den 23. November", sagt der Gründer, der unter 143 Bewerbern für den Gründerpreis des Landes NRW unter die besten Zehn gekommen ist. Dabei ist er der einzige aus dem Kreis Gütersloh. Am 22. November sind die zehn Top-Gründer aus NRW nun zur Verkündung der drei Preisträger nach Düsseldorf eingeladen. "Und der Sieger hat dann am 23. November noch einen Termin mit dem Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart auf dem Gründer-Forum", sagt Karl-Heinz Holste. Die Wirtschaftsförderin der Stadt, Nikola Weber, habe ihn darauf gebracht, sich beim Gründerpreis zu bewerben, erzählt der 42-Jährige, der gerade mit seiner Tischlerei umgezogen ist. Vom Bosfelder Weg 23 in Rheda an die Ringstraße 135 nach Wiedenbrück. Vor gut einem Jahr hat er mit seiner Firma außerdem umfirmiert. Sie heißt jetzt "Tischlerei Holste". Zuvor hatte sie rund 130 Jahre lang "Tischlerei Vogt" geheißen. "Ich habe den Betrieb vor fünf Jahren von Manfred Vogt übernommen", erklärt Holste, der als klassischer Tischler auf individuellen Möbelbau und Einbaumöbel spezialisiert und außerdem auch Zulieferer für die Industrie ist. "Mit vier Meistern, zwei Gesellen und vier Lehrlingen gehören wir eher zu den kleineren Bewerbern für den Gründerpreis", erklärt Karl-Heinz Holste, dass er vorsichtig damit ist, sich Hoffnungen auf eines der Preisgelder zu machen. Für den Erstplatzierten sind 30.000 Euro ausgelobt. Der Zweite erhält 20.000 Euro und der Dritte noch 10.000 Euro. "Das wäre ein passender Zeitpunkt für einen Geldregen. Hier am neuen Standort gibt es noch einiges zu tun", sagt Holste schmunzelnd. Aber erfreue sich auch schon, unter die letzten Zehn gekommen zu sein. Bewerten wird die Jury neben dem wirtschaftlichen Erfolg und der innovativen Geschäftsidee auch so genannte weiche Faktoren wie Unternehmensphilosophie, ökologische Verantwortung, Ausbildung oder Arbeitssicherheit. Und was die Energieversorgung angeht, hat die Tischlerei Holste ein bisschen was vorzuweisen: "Die Späne, die wir bei der Arbeit produzieren, verheizen wir selbst wieder. Außerdem haben wir eine Photovoltaikanlage auf dem Dach", zählt Holste auf. "Rund die Hälfte des Stroms, den wir hier verbrauchen, produzieren wir als Sonnenstrom selbst." Wichtig ist Karl-Heinz Holste auch der Bereich Ausbildung. Mit vier Lehrlingen in seinem kleinen Betrieb liegt die Quote bei stolzen 50 Prozent. "In einem kleinen Betrieb ist das Gute, dass die Auszubildenden eigentlich alles einmal machen können. Jeder kann hier jede Maschine bedienen und tut es auch", so Holste, dessen Maschinenpark für eine eher kleine Tischlerei sehr vielfältig ist. "Schauen wir mal, wie die Jury am 22. November entscheidet", sagt Holste.

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