Leckeres Angebot: Meike (v. l.), Jenny, Marie, Lara und Madeleine veräußerten frische Brezeln. Wer kann da schon widerstehen? - © Waltraud Leskovsek
Leckeres Angebot: Meike (v. l.), Jenny, Marie, Lara und Madeleine veräußerten frische Brezeln. Wer kann da schon widerstehen? | © Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück Oktoberfest: 600 Gäste feiern ausgelassen im Reethus

Lederhosen, Dirndl und die passenden Speisen sorgten neben den Trenkwalder Musikanten für Stimmung

Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück. Drei kräftige Schläge benötigte der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp, dann sprudelte das Oktoberfestbier im Reethus und er konnte lautstark den Fassanstich mit einem "O'zapft is" verkünden. Flaskamp nahm es sportlich, immerhin hatte Bürgermeister Theo Mettenborg im vergangenen Jahr nur einen Schlag benötigt. Sogleich stürmten viele der Gäste nach vorne, um sich ein erstes Freibier zu ergattern. Flaskamp zur Seite stand Langenbergs neue Bierkönigin Jana Cramer. Der stellvertretende Bürgermeister lobte das Fest und danke dem Verein, dass er dieses Event jedes Jahr auf die Beine stellt. Viel Herzblut und ehrenamtliches Engagement stecke darin, jeder sehe das schon an der aufwendigen Dekoration. "Schön, dass schon jetzt feststeht, dass es 2018 wieder ein Oktoberfest im Reethus geben wird", sagte Flaskamp. Aus organisatorischen Gründen konnte in diesem Jahr der Veranstalter, WCV Grüne Funken, nur an einem Samstag das Oktoberfest feiern, und so war das Reethus restlos ausverkauft. 600 Gäste, allesamt zünftig in Dirndl und Lederhosen gekleidet, hatten viel Spaß. Insbesondere die Damen trugen herzallerliebste Flechtfrisuren und wunderschöne Dirndl. Eines schöner als das andere und immer perfekt aufs Alter abgestimmt. Gehen die jungen Mädchen im Mini, tragen die Frauen knielang oder auch je nach Alter knöchellang. Ganz so, wie es die Tradition vorgibt. Zum siebten Mal in Folge hatte der Karnevalsverein eingeladen und bewiesen, dass er nicht nur Karneval feiern kann. Für Stimmung sorgt schon seit Jahren die Tiroler Musikgruppe "Die Trenkwalder". Sobald die feschen Musiker in kurzen Lederhosen die Bühne betreten, tobt traditionell das Volk. Sie verstehen es auf ihre sympathische und lockere Art, sofort für Stimmung im Saal zu sorgen. Schon beim dritten Lied hakten sich die Besucher unter und schunkelten, was das Zeug hielt. Hubsi Trenkwalder lobte das Rheda-Wiedenbrücker Publikum und bezeichnete die Atmosphäre als "professionelle Oktoberfeststimmung": "Da würde man in München staunen." Nach jedem Lied hieß es dann "Die Krüge hoch", denn mit genug Gerstensaft intus fällt insbesondere den Westfalen das ausgelassene Feiern deutlich leichter. Maßkrüge, Leberkäs'semmeln, Brezeln, Weißwürste und Haxen mit Kraut wurden unermüdlich durch den Saal getragen. Einige Mädels aus den Tanzgruppen veräußerten für den kleinen Hunger zwischendurch frische Brezeln, und bei ihrer netten Art sie anzubieten, fanden diese auch reißenden Absatz. Hansi Gnädig hatte zu Beginn die Gäste im Namen des WCV Grüne Funken begrüßt und über die große Resonanz gefreut. "Das zeigt uns, dass wir mit diesem Fest den Nagel auf den Kopf getroffen haben." Besonders schön bei diesem Fest ist, dass alle Altersgruppen gemeinsam zusammen feiern und gerade das macht es so nett. Jung und Alt geben aufeinander acht. Wenn die Trenkwalder dann zwischendurch ihre verdiente Pause nahmen, legte DJ Dennis auf, damit die Stimmung erst gar nicht absackte. Im nächsten Jahr wird voraussichtlich am 22. und 29. September gefeiert.

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