Symbolbild - © picture alliance / dpa
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Rheda-Wiedenbrück Grüne wollen Bio-Essen für Schulen in Rheda-Wiedenbrück

Die Fraktion will damit auch ein Bewusstsein für gesunde Ernährung schaffen

Marion Pokorra-Brockschmidt

Rheda-Wiedenbrück. Ganz frisch ist der Antrag der Bündnisgrünen, dass in den städtischen Schulen täglich mindestens ein Bio-Essen angeboten werden soll, nicht mehr. Er wurde im März 2011 gestellt, und eine erste Antwort darauf gab es von der Fachverwaltung im vergangenen November. Damals beauftragte der Schulausschuss sie, mit dem Caterer auszuarbeiten, inwiefern der Einsatz möglichst vieler Bioprodukte in der Speisenzubereitung möglich sei. "Wir haben diverse Gespräche geführt", informierte Thomas Huster, Schulamt, nun die Kommunalparlamentarier. Grundsätzlich sei es möglich, dass das Unternehmen "Cultina" aus Gütersloh, das an den weiterführenden Schulen pro Woche 3.600 Essen ausliefert, ein Bio-Gericht anbietet. Damit soll - so das Ziel der Grünen - in einer Schule als Bildungsanstalt auch vermittel werden, was es bedeutet, sich gesund zu ernähren, damit die Welt nicht weiter ausgebeutet und verschmutzt werde. "Doch bedeutet ein tägliches Bio-Gericht eine erhebliche Erhöhung an Personalaufwand und Kosten", so Huster. Denn nicht nur Biolebensmittel seien etwa 70 Prozent teurer als konventionelle Nahrungsmittel, auch seien mehr Mitarbeiter nötig, um diese zu verarbeiten. "Gekocht wird schon jetzt frisch und abwechslungsreich, ausgewogen und vollwertig", machte Huster klar, dass bislang alle zufrieden mit den Schulessen seien. Da er über den Bearbeitungsstand des politischen Auftrags nur informierte, bleibt abzuwarten, ob und wann das Thema Bio-Gericht an Rheda-Wiedenbrücker Schulen erneut aufgewärmt wird. Dann geht es auch um eine Frage des Geldes. Denn weil klar sei, dass der Aufpreis für ein Bio-Gericht vielen Familien nicht zumutbar sei, müsse das Kommunalparlament entscheiden, "ob wir dann nicht in der Verantwortung sind, den Fehlbetrag aus Steuergeldern zu übernehmen", so der der Bündnisgrüne Andreas Hahn im Herbst.

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