Abschlussszene: Philipp Külker schlüpfte am Steuer eines Treckers auf dem heimischen Hof in die Rolle eines bösen Zombies. Teamleiter Jannik Haver (2. v. l.) und die beiden Pädagoginnen Lea Lescher (l.) und Kerstin Pieczewski (r.) freuten sich über die Kreativität der Sechsklässler vom Ratsgymnasium. - © Richard Zelenka
Abschlussszene: Philipp Külker schlüpfte am Steuer eines Treckers auf dem heimischen Hof in die Rolle eines bösen Zombies. Teamleiter Jannik Haver (2. v. l.) und die beiden Pädagoginnen Lea Lescher (l.) und Kerstin Pieczewski (r.) freuten sich über die Kreativität der Sechsklässler vom Ratsgymnasium. | © Richard Zelenka

Rheda-Wiedenbrück Schüler des Ratsgymnasiums drehen "GT-Clips"

Richard Zelenka

Rheda-Wiedenbrück. Josefine schläft an einem schönen Sommertag auf einer grünen Wiese ein. Sie träumt von Einhörnern, die leckere Kekse backen. Doch dann werden Josefines Träume jäh gestört. Auf einem Trecker fahren schreckliche Zombies vor, sie verfolgen die Einhörner und klauen ihre Plätzchen. Verstört wacht Josefine auf. Sie freut sich aber, dass alles nur ein schlechter Traum war. Doch es ist ein böses Erwachen, denn als das elfjährige Mädchen emporblickt, sieht sie die rieseigen Reifen eines Traktors. Auf dem sitzen die Monster und mampfen die gestohlenen Kekse. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Erdacht haben sie acht Schüler und Schulerinnen der Klasse 6 c vom Ratsgymnasium, gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Kerstin Pieczewski und Lea Lescher. Die Story hat das Zeug für einen Film. Im Rahmen des Videoprojektes "GT-Clips", das seit Jahren vom Kreismedienzentrum ausgerichtet wird, wurde der Clip gestern mit professioneller Unterstützung eines Medienpädgogen auf dem Hof Külker am Jägerheim in Wiedenbrück gedreht. "Die Schüler sind alle mit Eifer und Spaß dabei", freute sich die Kunstpädagogin Kerstin Pieczewski. Das gilt auch für ihre Mitschüler aus der 6 c, die sich im Rahmen von "GT-Clips" in mehreren Gruppen am Filmwettbewerb beteiligen, ebenso wie viele andere Teams von Schulen und Jugendeinrichtungen im Kreis Gütersloh. Das Motto heißt diesmal "merkWÜRDIG". Es ist manchmal alles anders, als es zu sein schein. Diese Wahrheit sollen die jungen Menschen erkennen und kreativ verarbeiten. Und die Geschichte von den niedlichen Einhörnern und den bösen Zombies ist dafür gut geeignet. Im Kunstunterricht rauchten die Köpfe. Die Elf- bis Zwölfjährigen sammelten auf einem Storyboard viele gute Ideen für ihren Clip. Die Kostüme, die zum Teil aus der Karnevalszeit stammen, wurden eigens für die Dreharbeiten umgestaltet. Alles war bestens vorbereitet. So klappte der Dreh für die zentrale Szene des Filmchens wie am Schnürchen. Zu der Gruppe gesellte sich Jannik Haver, der an der Uni in Bielefeld studiert und als Teamleiter für den Kanal 21 die Filmarbeiten fachlich begleitet. Er gibt den jungen Akteuren klare Anweisungen. So dauert es nicht lange, bis auch die letzte Szene im Kasten ist. Philipp Külker darf dafür in das Cockpit des Familietreckers klettern. Der Elfjährige sieht als Monster geschmückt furcherregend aus. Doch keine bange: Alles nur gespielt. Nach dem Dreh werden die leckeren Kekse, die ein Vater spendete, gemeinsam und mit Genuss verspeist.

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