Die Nachbarschaftsgruppe "Allerbrink": Peter Hölscher (v.l.), Michael Terhechte, Silke Pollmeier, Uwe Korczak, Roland Winkler sowie Therese Winkler mit Hund Monty sammeln den gefundenen Unrat im Bollerwagen. - © Waltraud Leskovsek
Die Nachbarschaftsgruppe "Allerbrink": Peter Hölscher (v.l.), Michael Terhechte, Silke Pollmeier, Uwe Korczak, Roland Winkler sowie Therese Winkler mit Hund Monty sammeln den gefundenen Unrat im Bollerwagen. | © Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück Rheda-Wiedenbrücker säubern ihre Stadt

1.170 Helfer befreien die Stadt von Müll, den andere in die Natur geworfen haben. Es gab auch Fundstücke, die der Polizei gemeldet wurden

Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück. Mit Schülern und Jungen und Mädchen des Marienkindergartens, die schon zuvor die Stadt von Müll gereinigt haben, waren 1.170 Teilnehmer beim 16. Stadtputztag in Rheda-Wiedenbrück aktiv. "Das sind 200 Personen mehr als 2016", sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Frisch-Linnhoff nach getaner Arbeit in der Halle des Recyclinghofes. Dort warteten als Dankeschön Erbsensuppe, Heißwürstchen, Frikadellen und Getränke auf die Helfer. Vor den zahlreichen Freiwilligen konnte man Samstag nur den Hut ziehen, denn das Wetter war wenig einladend. Dennoch sammelten sie bei Regen und Wind am Straßenrand Unrat ein. Die Boulefreunde, die rund ums Reethus aufräumten, taten es, weil sie es schön finden, wenn die Natur rundherum sauber sei. Manchmal fragten sie sich schon, warum Menschen illegal ihren Müll in der Landschaft entsorgen, wo doch in Rheda-Wiedenbrück alle Möglichkeiten gegeben seien, ihn legal loszuwerden. Theo Kroll, Klaus Meinert und Theo Pöppelmann machen trotzdem gerne beim Stadtputztag mit, damit die Stadt frisch zum Frühling erstrahlt. An der Oelder Straße und in der Umgebung des Frankenbrinks sammelte die 15 Leute starke Nachbarschaftsgruppe "Allerbrink". Der Name kommt von den Straßen Allerstraße und Frankenbrink. Mit Mann, Frau, Kind und Hund waren sie unterwegs. Ihr größter Fund war eine alte Matratze. Ein Sofa und einen Sessel hatten die Allerbrinks Tage zuvor an der Radheide entdeckt - und der Stadt gemeldet, die die Möbel abholte. Mit 20 Personen war die Gruppe vom Rathaus dabei, erstmals war der Ersten Beigeordneten Dr. Georg Robra. mit von der Partie. Die Gruppe säubert traditionell die Fläche vom Jägerheim bis zum Maaßfeld - und meinte, dass es etwas weniger Müll sei. Flaschen, Dosen und Verpackungsmaterial waren dennoch ihre Ausbeute. Sie hätten 2016 aber auch schon mal im Wald professionelles Einbruchwerkzeug gefunden und gleich der Polizei übergeben, erklärt Karin Wenningkamp, die die Gesamtkoordination des Stadtputztages hatte. Auf dem Recyclinghof setzte sich die Gruppe des Vereins "Bahn-Landwirtschaft" zum Mittagessen zusammen. Es ist einer der ältesten Vereine in der Stadt. Die Mitglieder betreiben Schrebergärten entlang der Bahntrasse und räumten dort auch auf. Frisch-Linnhoff dankte allen Mitwirkenden, besonders den großen Gruppen wie der Jugendfeuerwehr, dem Türkischen Islamischen Kulturverein oder der Rugby-Abteilung des WTV. Aber auch den Sponsoren Brauerei Hohenfelder, Tönsmeier, Daut, GEG und Stadtwerk. Sie bat alle Anwesenden, 2018 beim Stadtputztag wieder anzupacken - und im Idealfall weitere Bürger zu motivieren für ein sauberes Rheda-Wiedenbrück.

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