Rheda-Wiedenbrück IG "Werkfairträge" war in Berlin

"Anerkennung für die geleistete Arbeit"

Marion Pokorra-Brockschmidt

Rheda-Wiedenbrück. Geehrt für ihr vorbildliches Engagement wurde die "Interessengemeinschaft (IG) Werkfairträge" zusammen mit fünf anderen Nominierten, die Samstag nach Berlin zur Verleihung des von der taz.die tageszeitung ausgelobten Panter Preises gereist waren. Doch die beiden mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preise gingen bei der großen Benefizveranstaltung im Deutschen Theater Berlin an die Initiative "Watch the Med Alarm Phone" und die Aktivistin Lina Schönfeld. Traurig waren Inge Bultschnieder und Almuth Stork, Initiatorinnen der 2013 gegründeten IG, darüber aber nicht. Im Gegenteil: "Wir haben weder den Jury- noch den Leserpreis, Alarmphone hat den Preis geteilt. Tausend Kontakte, tausend Glückwünsche und tausend Euro reicher kehren wir zurück", zog Bultschnieder eine gute Bilanz des Berlintrips. Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hatte sie gesagt, dass "allein die Nominierung schon ein Gewinn für uns ist, weil das eine Anerkennung für unsere Arbeit ist und auch unserer Stadt zeigt, dass es richtig ist, was wir machen." (die NW berichtete). Seit zwei Jahren engagieren sie und ihre Mitstreiter sich für faire Lebens- und Arbeitsbedingungen von Werkvertragsarbeitern in der fleischverarbeitenden Industrie. Das Thema Flucht dominierte den Panter Preis 2015. Vier der Nominierten widmen ihre Arbeit Flüchtlingen, wollen sie auf der schwierigen und gefährlichen Reise nach Europa schützen und bei der Integration in Deutschland unterstützen. Den Leserpreis erhielt die Initiative Watch The Med Alarm Phone, die ein Notrufsystem für Bootsflüchtlinge in Seenot betreibt. Den Preis der Prominentenjury erhielt die Braunschweigerin Lina Schönfeld, die Flüchtlinge im "Boxclub BC" kostenlos trainiert.

realisiert durch evolver group