Greifen zum Spaten: Bürgermeister Theo Mettenborg (v. l.), Klaus Landwehr (untere Denkmalbehörde), Lana Gagart und Günter Heidemann für die Bezirksregierung, Ludger Vollenkemper (Vorsitzender "Dorf aktiv"), Landtagspräsident André Kuper, Hans Schalück als erster Ideengeber, Uli Wagner (Firma Mestekemper) und Heinrich Splietker (zweiter Vorsitzender "Dorf aktiv"). - © Waltraud Leskovsek
Greifen zum Spaten: Bürgermeister Theo Mettenborg (v. l.), Klaus Landwehr (untere Denkmalbehörde), Lana Gagart und Günter Heidemann für die Bezirksregierung, Ludger Vollenkemper (Vorsitzender "Dorf aktiv"), Landtagspräsident André Kuper, Hans Schalück als erster Ideengeber, Uli Wagner (Firma Mestekemper) und Heinrich Splietker (zweiter Vorsitzender "Dorf aktiv"). | © Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück In St. Vit gab es den ersten Spatenstich für die Restaurierung des Küsterhauses

Nach fast drei Jahren Vorbereitung soll die Restaurierung des Häuschens bald starten. Es soll ein Treffpunkt für Austausch und Kultur werden

Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück. Es gab zwar schon vor 360 Jahren am Küsterhaus in St. Vit einen ersten Spatenstich, doch die aktuellen symbolischen ersten Grabe-Aktivitäten waren für den Verein Dorf aktiv ein bedeutsamer Meilenstein auf dem bislang schon langen Weg zur Restaurierung des Häuschens, das es nach Meinung der Mitglieder "einfach verdient hat, wieder mit Leben gefüllt zu werden". Darum wurden offiziell die Spaten in die Hand genommen, denn mit den vorbereitenden Maßnahmen zur umfangreichen Renovierung wird jetzt begonnen. "Wenn du schnell gehen willst, geh alleine. Wenn du weit gehen willst, geh mit vielen", zitierte der erste Vorsitzende Ludger Vollenkemper ein afrikanisches Sprichwort. Und das passte: Zu Beginn vor zweieinhalb Jahren hatte sich eine Hand voll interessierter Menschen mit der Idee, das alte Küsterhaus zu renovieren, zunächst alleine auf den Weg gemacht. Doch im Laufe der Zeit kamen viele Menschen hinzu. Viele Förderer haben es möglich gemacht, dass jetzt in Kürze mit den Arbeiten begonnen wird. Dazu gehört die Stadt Rheda-Wiedenbrück, die sich mit 100.000 Euro beteiligt, aber auch die NRW-Stiftung unterstützt das Vorhaben mit 100.000 Euro und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit 40.000 Euro. Die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück und das Pius Theater haben jeweils 10.000 Euro beigetragen und von der Bezirksregierung erhofft sich der Verein auch noch Zuschüsse. Die Kirche hat 40.000 Euro überwiesen und viele private Spenden gingen ein. Die eigenen finanziellen Mittel von Dorf aktiv summieren sich inzwischen auf 80.000 Euro, so dass man zuversichtlich starten kann. Die Gesamtbausumme beläuft sich auf rund 470.000 Euro - ohne Inneneinrichtung. Doch im Schatten der Barockkirche verfügt der Verein auch über reichlich Gottvertrauen, immerhin gab es den Spatenstich an einem Freitag, den 13.. "Möge der liebe Gott also bei unserem großen Projekt auf unserer Seite sein und dazu beitragen, dass bei den Arbeiten niemand zu Schaden kommt und alles ein gutes Ende nimmt", sagte Vollenkemper. Unter Franz Wilhelm Bischof von Osnabrück, hatte die Pfarrei das Küsterhaus für sich und die Ihren erbaut. Und genau das möchte der Verein auch wieder tun. Dass es ein Haus für die Dorfbewohner und die Menschen aus der Region wird, wo man sich trifft, wo es Kultur sowie Austausch gibt und das möglichst mit allen Generationen, das ist der Wunsch. Der St. Vitus Kindergarten als direkter Nachbar kam mit einigen Jungen und Mädchen gerne vorbei und brachte als Geschenk eine kleine, bunte Windmühle mit, weil das Haus doch jetzt frischen Wind erfährt. Schon jetzt sind die Kinder gespannt, was an dem Küsterhaus passiert. Sie nutzten die Gelegenheit, es sich schnell noch mal anzuschauen. Viele bisherige Wegbegleiter des Vereins waren zum symbolischen Spatenstich gekommen, um den Verantwortlichen Glück, gutes Gelingen, viele gute Ideen und einen reibungslosen Bauverlauf zu wünschen. Bei Bier und Bratwurst tauschten sich die Gäste aus. Zu Beginn wird sich die Firma "Burg & Monjau" als Zimmerei mit dem Fachwerkteil aus dem Jahr 1658 beschäftigen. Firma Mestekemper kümmert sich um die Maurerarbeiten. Am 1. Mai findet trotz Baustelle in gewohnter Weise ab 11 Uhr der Radlertreff am Küsterhaus statt und vielleicht gibt es dann schon ein bisschen was zu sehen.

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