Dennis Eilhoff fährt in seinen Diensten besonders gerne Streifen. Außerdem sind ihm seine Kollegen wichtig. - © Amelie Förster
Dennis Eilhoff fährt in seinen Diensten besonders gerne Streifen. Außerdem sind ihm seine Kollegen wichtig. | © Amelie Förster

Rheda-Wiedenbrück/Bielefeld Ehemaliger Arminia-Profi Dennis Eilhoff ist in den Top 8 der besten Polizisten in NRW

Ausgezeichnet: Dennis Eilhoff, ehemaliger Arminia Bielefeld-Spieler, gehört in diesem Jahr zu den besten Polizisten des Landes Nordrhein-Westfalen. Insgesamt haben 1.344 Polizisten den Abschluss gemacht

Amélie Förster

Rheda-Wiedenbrück/Bielefeld. „Ich habe einfach ein Ass gezogen, das ich noch im Ärmel hatte", sagt Dennis Eilhoff auf die Nachfrage, warum ausgerechnet Fußballfans das Thema seiner Bachelorarbeit geworden sind. Der ehemalige Arminia-Profi ist vor Kurzem für seine Arbeit, die er mit der Note 1,0 abgeschlossen hat, ausgezeichnet worden. Für seine Arbeit hat er auf seine beiden ehemaligen Vereine, für die er zuletzt im Tor stand, zurückgegriffen. Unter den Fans von Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden wurden die Fragebögen verteilt. Insgesamt erhielt der ehemalige Torwart 5.300 Antworten zu seiner Umfrage zum Thema „Gefühlte (Un)Sicherheit – Zur Sicherheitsgefühl deutscher Fußballfans", so auch der Titel seiner Arbeit, zurück. Was Eilhoff in seiner Arbeit über die Fans herausgefunden hat Bei der Auswertung hat er eine eindeutige Feststellung gemacht: „Die Dynamo-Fans haben deutlich weniger Angst vor Ausschreitungen unter den Fans", sagt Eilhoff. Bei den Arminen hingegen sei die Angst größer. Was Polizeigewalt angehe, sei es hingegen genau anders herum. Knapp 50 Prozent der Dynamo-Fans hätten große Angst vor polizeilicher Gewalt, bei den Arminen sind es nur knapp 30 Prozent. Ob diese Angst begründet ist, weil die Polizei vielleicht vor Ort anders handele, weil die Dynamo-Fans für Ausschreitungen bekannt seien, müsse noch untersucht werden, so Eilhoff. Er selbst habe das in seiner Zeit als Spieler von Dynamo Dresden nicht festgestellt, dass die Fans besonders für Ausschreitungen bekannt seien, sagt Eilhoff. „Der Fall in Bielefeld 2013, als die Dynamo-Fans in der Stadt randalierten, könnte ein Grund dafür sein, warum die Arminen vielleicht größere Angst vor Fanausschreitungen haben als die Dresdener." Damals wurden vor dem Spiel in der Schüco-Arena durch die randalierenden Dynamo-Fans insgesamt 17 Polizisten verletzt. Insgesamt 2.200 Menschen haben gemeinsam mit Eilhoff an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in NRW das Studium beendet, etwa 1.300 davon, so schätzt Eilhoff, seien Polizisten gewesen. Die Zahl bestätigt auch Dietmar Zeleny, Pressesprecher der Fachhochschule, 1.344 Polizisten seien es in ganz NRW gewesen. Eilhoff und eine weitere Polizistin, die das Studium in Bielefeld abgeschlossen habe, seien ausgezeichnet worden. Dass er zu den besten Polizisten des Landes zählt, ist für ihn eine Überraschung Dass er in diesem Jahr zu den besten des Landes zählt, war für ihn eine Überraschung: „Ich war auf der Wache als der Anruf kam. Ich hab mich natürlich total gefreut." Die Urkunde eingerahmt an die Wand hängen, will Eilhoff aber erstmal nicht. Auch nicht auf der Polizeirevier in Rheda-Wiedenbrück, wo er inzwischen fest angestellt ist. Fußball spielt der 35-jährige Rietberger übrigens gar nicht mehr: „Das Kapitel in meinem Leben, möchte ich nicht missen, aber jetzt habe ich wirklich meinen Traumberuf." Das mit der Fußballkarriere habe sich nur zufällig ergeben: „Als Kind habe Tennis, Handball, Schwimmen und Fußball ausprobiert. Am Fußball hatte ich dann den meisten Spaß", sagt Eilhoff. Die Kompetenzen, die er in seiner Zeit als Torwart gelernt habe, könne er aber auch sehr gut im Polizei-Alltag nutzen: „Die Kommunikation mit dem Team ist auch als Polizist sehr wichtig." Polizisten haben Eilhoff schon immer fasziniert, sagt er. Es gebe jede Menge Bilder, auf denen er schon als Kind als Polizist verkleidet abgelichtet worden sei. In seine damalige Verkleidung schlüpft er nun täglich. Ob der Wahl-Rietberger während der anstehenden Karnevalstage in seiner Heimatstadt ein andres Kostüm wählt? „Nein, verkleiden werde ich mich auf keinen Fall. Im letzten Jahr musste ich an den Tagen in Rietberg arbeiten. Aber in diesem Jahr gucken wir uns mit der Familie den Umzug an. Meine Tochter läuft als Page verkleidet im Umzug mit."

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