Räuberduo Kati und Rudolf Rommel (Katja Brentrup und Christian Laing) Reinigungskraft Ilse Oppenburg (Stephanie Vorjohann), Zugchefin Gesine Grube-Steckel (Gaby Peters) und Fahrgast Steffen Fettenläufer (Christoph Mense, v. l.) - © FOTOS: JOE CUBICK
Räuberduo Kati und Rudolf Rommel (Katja Brentrup und Christian Laing) Reinigungskraft Ilse Oppenburg (Stephanie Vorjohann), Zugchefin Gesine Grube-Steckel (Gaby Peters) und Fahrgast Steffen Fettenläufer (Christoph Mense, v. l.) | © FOTOS: JOE CUBICK

Harsewinkel Überfall mit Pannen

Theatergruppe der Kolpingsfamilie begeistert / Karten nur noch an der Abendkasse

Harsewinkel. "Hände hoch, das ist ein äh, äh, ach Überfall", oder "keine Party ohne Kati", Spaß und gute Laune pur stehen im Mittelpunkt des aktuellen Theaterstücks der Theatergruppe der Kolpingsfamilie. Am Samstagabend feierte die Komödie vor ausverkauften Haus im Saal Poppenborg eine gelungene und überaus ansprechende Premiere. Großen Anteil daran hatten die durchweg guten Darsteller, die ihre Rollen mitunter schon mit einer gewissen Leichtigkeit spielten.

Die Theatergruppe hat Recht behalten, sie hat ein Stück auf die Schiene gesetzt, das tatsächlich "expressmäßig abgeht". Die rund 260 Premierengäste hatten bei dem humorigen Dreiakter von Bernd Spehling allerhand zu lachen. Für diese Bahnfahrt der ganz besonderen Art sind auch die sprachlichen Feinheiten verantwortlich. Da taucht schon mal das ein oder andere Bonmot auf. Der "Stress" auf der Bühne wird für die Zuschauer vor der Bühne zum großen Spaß.

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Die Zuschauer begleiten Rudolf und Kati, die einen spektakulären Überfall auf das Bordbistro im "Champus-Express" planen - einer privatisierten Zuglinie mit gut situierten Fahrgästen, die auf der Fahrt bis Berlin mit exklusivem Champus-Angebot verwöhnt werden sollen.
Die Umsetzung wirkt dabei für das Räuberduo ebenso genial wie einfach: Das Bordbistro wird überfallen, die prall gefüllte Kasse an sich genommen und der einzige Zwischenhalt in Magdeburg zum Verschwinden genutzt.

Allerdings machen die Tücken einer Bahn-Privatisierung selbst vor den Räubern nicht halt. So wird zwar das Bistro überfallen, die Kasse auch an sich genommen. Nur der Zwischenhalt zum Verschwinden, der fällt aus; wegen einer "Störung im Betriebsablauf!"

Und so wird der Überfall nun für das Räuberduo bis zur Ankunft in Wien zum Spießrutenlauf, bei dem sich die Frage stellt, was für das Publikum lustiger ist: Das immer wieder neue Improvisationstheater unseres Räuberpärchens, das ständige Versteckspiel mit der Beute oder das zur Privatisierung "verdammte" Bahnpersonal.

Für die weiteren Aufführungen des unterhaltsamen Stückes gibt es im Vorverkauf keine Karten mehr, betonte Helmut Klima vor der Premiere. Das ein oder andere Billett sei aber noch an der Abendkasse erhältlich, erklärte der Regisseur, der unter den zahlreichen Ehrengästen auch den Ehrenregisseur der Kolpingtheatergruppe Gerhard Deppenweise begrüßte.

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