Harsewinkel Zu viele Kanten in der Innenstadt

Stadt wertet Befragung von älteren Mitbürgern aus

Harsewinkel (pb). Von November 2011 bis Februar 2012 führte die Demografiebeauftragte der Stadt, Monika Edler-Rustige, eine Befragung von Seniorinnen und Senioren in den drei Ortsteilen durch. Die Aktion sollte dazu beitragen, die Alltagssituation der Älteren zu verbessern. In der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstagabend berichtete Edler-Rustige über Ergebnisse.

Insgesamt 165 Fragebogen wurden verschickt, 82 kamen beantwortet zurück, mithin wurde eine Quote von rund 50 Prozent erzielt. Mitgemacht bei der Befragung haben alle Institutionen, die in der professionellen, häuslichen und stationären Pflege tätig sind, sowie der Stadtaltenring, Ehrenamtliche, die sich in der offenen Altenarbeit engagieren und die TSG Harsewinkel.

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Monika Edler-Rustige präsentierte eine umfangreiche Liste von Antworten. Beispiele: Die Innenstadt ist für Rollstuhlfahrer nicht geeignet, es gibt "zu viele Kanten". Forderung: Bordsteine absenken. Eine für Ältere wichtige Anregung: Im Winter sollten die Straßen und Gehwege besser als bisher von Schnee und Eis geräumt werden.

Die Seniorinnen und Senioren möchten auch eine stärkere Überwachung in der Stadt, zum Beispiel durch Streifen der Polizei. Auch in den Parks und auf den Friedhöfen sollte nach ihrer Ansicht gelegentlich ein Wächter auftauchen. Edler-Rustige: "Ältere Menschen brauchen einfach das Gefühl von Sicherheit."

In der Befragung wurde deutlich, dass die Senioren klare Vorstellungen von dem haben, was hilfreich für sie sein könnte, über Hindernisse in der Stadt und darüber, wo Handlungsbedarf besteht. Im Vordergrund steht die Bewahrung der Selbstständigkeit und die altersgerechte Gestaltung der Quartiere.

Am 3. Juli dieses Jahres wurden die Ergebnisse der Fragebögen allen Beteiligten präsentiert, und es wurde über Schwerpunktmaßnahmen für eine kurz-, mittel- und langfristige Umsetzung gesprochen. Erste Maßnahmen sollen jetzt mit dem erfolgen, was über die AWO und die Landesförderung abgedeckt ist.

Der Ausschuss beschloss konkret, für die Friedhöfe acht Handwagen für den Transport der schweren Wassergießkannen anzuschaffen (auch dies war angeregt worden). Darüber hinaus sollen für Hochbordabsenkungen, Querungshilfen und Sitzbänke in der erweiterten Innenstadt im Haushalt 2013 pauschal 55.000 Euro und 2014 42.000 Euro bereitgestellt werden. Die Bürgermeisterin wusste aber schon jetzt: "Wir werden nie eine Situation bekommen, wo alles geregelt ist."

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