In der Werkschau von Heinz Schößler lassen sich die Entwicklungsschritte nachvollziehen. - © FOTO: CHRISTIANE GERNER
In der Werkschau von Heinz Schößler lassen sich die Entwicklungsschritte nachvollziehen. | © FOTO: CHRISTIANE GERNER

Harsewinkel/Halle Variationen auf Klavier und Leinwand

Heinz Schößler zeigt seine Arbeiten in der Remise

Harsewinkel/Halle (C). Eine umfassende Werkschau des Harsewinkeler Malers Heinz Schößler ist im Bürgerzentrum Remise in Halle, Kiskerstraße 2, zu sehen. Heinz Schößler – er ist in Schlesien geboren und hat sein Leben in Harsewinkel als Pädagoge und Familienvater verbracht – zeigt sich als wandlungsfähiger Maler und Zeichner. Und hatte noch eine andere Pretiose in die Lindenstadt mitgebracht: die wunderbare Klavierkunst seines Sohnes Tobias.

Mit Werken von Bach, dabei mehrere Goldberg-Variationen, stimmte der Mann am Klavier die große Vernissage-Gästeschar auf das Werk seines Vater ein: Ein Bild des Malers ist beim Hören dieser Musik entstanden. Die frühen Werke zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit der Natur. Dabei gibt es Landschaftsstudien in Aquarelltechnik, Tempera-Ölgemälde sowie Stillleben und Blumenmalerei. Besonders beeindrucken die Porträt-Zeichnungen mit Kohle, Kreide oder Bleistift.

Schon in den 70er Jahren wandte sich Heinz Schößler der imaginären Malerei zu. Dabei entstanden fantastische Darstellungen mit surrealen Motiven. Es schließt sich eine Phase der zunehmenden Abstraktion an. Starke Farbigkeit in figürlichen Kompositionen sind auch in der aktuellen Ausstellung in Halle zu sehen.

Ein weiterer, intensiver Entwicklungsschub zeichnete sich in den späten 90er Jahren ab: Die Tendenz geht ganz klar zu einer noch freieren Malerei mit teilweise prozesshaften Arbeiten und einem lustvollen Spiel mit Materialien.

Eingearbeitet ins Bildganze wird dieser besondere Weg zum Ziel eines Laufs durch verschiedene Metamorphosen. "In den letzten Jahren wird die Malerei mehr und mehr selbst zum Thema meiner Arbeiten", erklärte Schößler. In den jüngsten Arbeiten können die Betrachter die neuen Lieblingsmaterialien wie Acrylfarben und Jaxonkreiden entdecken.

Mit eigenen Kompositionen, die auch auf CD erstanden werden können, begleitete Sohn Tobias die Entdeckungsreise der Vernissage-Besucher. Die Ausstellung ist bis zum 15. Dezember (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr) in der Remise zu sehen.

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