Greffener Fahne: Mit der Familie Wiedenlübbert unternahm sie ihre bislang weiteste Reise nach Australien und Neuseeland. Die Fahne ist nach einer Idee von Werner Linnemann seit 2012 auf Weltreise. - © Joe Cubick
Greffener Fahne: Mit der Familie Wiedenlübbert unternahm sie ihre bislang weiteste Reise nach Australien und Neuseeland. Die Fahne ist nach einer Idee von Werner Linnemann seit 2012 auf Weltreise. | © Joe Cubick

Greffen Greffen startet ins große Dorffest

Zum Einstieg in die Jubiläumsfeier gab's einen Westfälischen Abend

Joe Cubick

Greffen. Mit einem bunten Westfälischen Abend im mit mehr als 800 Gästen vollen Festzelt auf dem Schützenplatz eröffneten die Greffener am Donnerstagabend ihre dreitägigen Feiern zum 975-jährigen Bestehen des Ortes. Das rund dreistündige Programm war eine dem Anlass entsprechende, passende Mischung aus Festreden und Unterhaltungsprogramm. Für letzteres waren insbesondere Greffener Vereine und Gruppen verantwortlich. Einzige Ausnahme war Bauer Heinrich Schulte Brömmelkamp, aus dem noch beschaulicheren Kattenvenne. Mit seinem westfälisch-münsterländischen Humor hatte er die Lacher auf seiner Seite. Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide lehnte sich an die Ortshymne an und lobte vor allem die vier Hauptverantwortlichen für die Jubiläumsfeierlichkeiten: André Lanwehr, Norbert Schmitfranz, Mario Fritsche und Achim Hinz. Das Orgateam hatte zwei Jahre an den Vorbereitungen gearbeitet. Amsbeck-Dopheide sagte, „Greffen ist erwähnenswert" und „man muss nicht in Greffen geboren sein, um Greffener zu sein", und nannte dazu mehrere Beispiele. Ihr Vater Josef Amsbeck wurde vor 90 Jahren in Greffen geboren. Ihre Oma habe mit zwölf Kindern zum Wachstum Greffens beigetragen. Die stellvertretende Landrätin Christine Disselkamp hatte über eine persönliche Umfrage den Ort genauer kennengelernt. Die Clarholzerin lobte ebenfalls die „großartige Leistung" der Festorganisatoren, wofür es stehende Ovationen vom Publikum gab. Ortsheimatpflegerin Annette Niemeyer sprach von einer „prächtigen Stimmung" im Zelt und blickte im „Zeitraffer" auf die Ortsgeschichte zurück. Tatsächlich sei Greffen noch viel älter. Funde belegten demnach eine Besiedlung in vorchristlicher Zeit. Thema war an diesem Abend auch die Greffener Fahne. Nach einer Idee von Werner Linnemann geht sie seit 2012 auf eine Art Weltreise. Die weiteste Reise, etwa 25.000 Kilometer, hat sie mit der Familie Wieddenlübbert nach Neuseeland und Australien gemacht. Darüber hinaus war sie unter anderem mit der Familie von Mario Fritsche am Nordkap und mit André Lanwehr am südlichsten Punkt auf Feuerland. Während Maria Rotthaus von der Theatergruppe der Frauengemeinschaft als „Omma inner Disco" für weitere Erheiterung sorgte, setzte das Vocalensemble „M-Tune" mit drei ansprechenden Liedern musikalische Akzente. Die auch „Sonnyboys" genannten Sänger unter der Leitung von Uli Herse hatten das Lied „Chasing Cars" mit einem Video unterlegt, in dem sie bekannte Greffener Örtlichkeiten aufsuchten. Mit „California Dreaming" zum Abschluss sorgten sie bei eher spätherbstlichem Wetter für einen willkommenen sonnigen Aspekt. Zumindest auf trockenes Wetter hoffen die Greffener an diesem Samstag zum Abschluss- und Haupttag der Jubiläumsfeierlichkeiten. Der Höhepunkt ist der Festumzug „Greffen – gestern – heute – morgen", der mit mehr als 50 teilnehmenden Gruppen ab 14.30 Uhr durch das Dorf zieht. Anschließend wird auf dem Festplatz an der Beelener Straße weitergefeiert. Um 20 Uhr beginnt der Festball mit der Band „Supreme".

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