Mit dem Richtkranz: Heimatvereinsvorsitzender Ludger Hecker (v. l.), Sponsor Heiner Bessmann, Zimmerermeister Jürgen Grothues, Trägervereinsvorsitzender Franz Peters, Architekt Norbert Ströer und Gebhard Bessmann, der den letzten Nagel einschlug. - © Joe Cubick
Mit dem Richtkranz: Heimatvereinsvorsitzender Ludger Hecker (v. l.), Sponsor Heiner Bessmann, Zimmerermeister Jürgen Grothues, Trägervereinsvorsitzender Franz Peters, Architekt Norbert Ströer und Gebhard Bessmann, der den letzten Nagel einschlug. | © Joe Cubick

Marienfeld Das Bürgerhaus in Marienfeld ist gerichtet

Feier: Für das Richtfest des "langjährig ersehnten" Bürgerhauses reimt der Zimmermeister Jürgen Grothues einen außergewöhnlichen Spruch. Für ein bisschen Spaß sorgt Gebhard Bessmann

Joe Cubick

Marienfeld. Mit zahlreichen Marienfeldern wurde am Samstagnachmittag Richtfest am Bürgerhaus an der Klosterstraße gefeiert. Den von eifrigen Helfern des Heimatvereins gebundenen Richtkranz brachte Zimmerermeister Jürgen Grothues mitten auf dem Dachfirst des neu entstehenden Gebäudes an. Franz Peters freute sich in seiner kurzen Begrüßung besonders, dass "das langjährig ersehnte Bürgerhaus" nun endlich und allmählich sichtbare Formen annehme. Neben dem Gönner Heiner Bessmann konnte der Vorsitzende des Trägervereins Bürgerhaus unter anderen Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide sowie die Familie Hansmeier unter den vielen Gästen willkommen heißen. Die Familie Hansmeier waren die ehemaligen Besitzer des alten Bauernhauses aus dem 18. Jahrhundert, dessen Fachwerk den Kern des neuen Bürgerhauses bildet. Auch die Bürgermeisterin freute sich mit den Marienfeldern und wünschte "viel Glück und Spaß" mit dem neuen Bürgerhaus. Für ein bisschen Spaß an diesem Nachmittag war insbesondere Gebhard Bessmann verantwortlich, der stellvertretend für seiner Vater und Sponsor Heiner Bessmann den symbolischen letzten Nagel einschlagen durfte. Das gelang ihm nämlich nicht so ganz. "Der Bau ist erstellt aus Stein und Holz! Dem Bürger zum Nutzen, der Gemeinde zum Stolz", begann Jürgen Grothues seinen eher außergewöhnlichen traditionellen Richtspruch. "Man wird sich hier finden zu ernsthaften Dingen, doch wird man lachen und tanzen und singen" und "dies Haus wird der Gemein' in Zukunft lebendiger Mittelpunkt sein. Ein Ideal, von Heiner Bessmann ersonnen, hat hier Gestalt und Form angenommen", reimte der Zimmerermeister. Wie mehrfach berichtet, hatte der Marienfelder Modeunternehmer dem Heimatverein das Fachwerk des in Lintel demontierten alten Gebäudes geschenkt und sich mit einer großzügigen finanziellen Schenkung am Projekt beteiligt. Insgesamt soll das Haus mit 320 Quadratmetern Nutzfläche etwa 700.000 Euro kosten. Jetzt komme die geplante Eigenleistung zum Tragen, damit das Haus wie geplant noch in diesem Jahr eröffnet werden kann. Die Ehrengarde spendete schon mal 400 Euro für die Verpflegung der vielen Helfer.

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