Helena Barkenfelder (Erzieherin, v. l.), Susanne Schopf-Birwe (Presbyterium), Petra Westbeld (Presbyterium), Peter Gödde (Stadt), Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide, Pfarrer Martin Liebschwager und Kita-Leiterin Friederike Wolf freuen sich mit den Kindern über den guten Start der Eingruppeneinrichtung an der Bussemasstraße in Marienfeld. - © Richard Zelenka
Helena Barkenfelder (Erzieherin, v. l.), Susanne Schopf-Birwe (Presbyterium), Petra Westbeld (Presbyterium), Peter Gödde (Stadt), Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide, Pfarrer Martin Liebschwager und Kita-Leiterin Friederike Wolf freuen sich mit den Kindern über den guten Start der Eingruppeneinrichtung an der Bussemasstraße in Marienfeld. | © Richard Zelenka

Harsewinkel Neue Kita an der Bussemasstraße in Marienfeld bietet Platz für 20 Kinder

Die Einrichtung wurde in direkter Nachbarschaft des Marienfelder Jugendhauses Trockendock eröffnet

Richard Zelenka

Marienfeld. „Da kommen bald Fische rein", sagt Friederike Wolf und zeigt auf ein Aquarium im Flur des neuen Kindergartens an der Bussemasstraße in Marienfeld. Die Erzieherin und Sozialpädagogin ist Leiterin der neuen Kita in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde Harsewinkel. Die Eingruppeneinrichtung ist seit einigen Tagen in Betrieb. Dort werden 20 Jungen und Mädchen im Alter von zwei bis sechs Jahren von einem dreiköpfigen Erzieherinnenteam betreut. Friederike Wolf sei ein „Glücksgriff" für den Träger, wie es Pfarrer Martin Liebschwager gestern bei einem Rundgang durch die Kita in direkter Nachbarschaft des Jugendhauses „Trockendock" formulierte. Denn die 29-Jährige, die bisher in einer evangelischen Kita in Halle arbeitete, ist Marienfelderin; sie wohnt an der Bussemasstraße, keine 300 Meter von ihrer neuen Wirkungsstätte entfernt. „Es ist eine Herausforderung. Ich freue mich auf die neue Aufgabe", sagte die Kita-Leiterin. Es ist noch eine Zeit der Provisorien: Die Kartons stapeln sich in den Ecken, und die Kita hat noch keinen richtigen Namen. Das soll sich ändern. In der presbyterialen Whatsapp-Gruppe würden schon viele Vorschläge „in den Ring geworfen", erzählt Liebschwager, so „Himmelszelt", „Sommerblume" und „Senfkorn". „Wir werden sehen. Schade nur, dass der Name Martin in Marienfeld schon vergeben ist", so der Geistliche augenzwinkernd. Die neue Kita bietet auf knapp 280 Quadratmetern Fläche optimale Voraussetzungen für eine gute pädagogische Arbeit. Ein großer und ein kleiner Gruppenraum, ein Ruheraum sowie sanitäre Einrichtungen, eine Küche und Räume für die Erzieherinnen wurden seit Ende Februar Wand an Wand zum „Trockendock" eingerichtet. Nach den Plänen des Architekten Thomas Herzog wurde ein separates Gebäude von etwa 60 Quadratmetern neu gebaut mit einem eigenen Eingang von der Bussemasstraße aus, das durch eine Tür mit dem alten Trakt verbunden ist. Etwa 300.000 Euro lässt sich die Stadt den Um- und Neubau zur Kita kosten. Das „Trockendock" behielt seinen bisherigen Zugang. Für die Kita musste das Jugendhaus mit seinem neuen Leiter Sven Jacobsen etwa 50 Prozent seiner bisherigen Fläche abgeben. Es verbleiben 164 Quadratmeter. Aber auch die Jugendeinrichtung wurde im Zuge der Kita-Maßnahme für etwa 100.000 Euro modernisiert und umgebaut. Die Wiedereröffnung sei für Anfang Januar vorgesehen, so Peter Gödde, der im Rathaus das Projekt fachlich betreut. Geteilt und neu gestaltet wurde auch das etwa 2.000 Quadratmeter große Außengelände des „Trockendocks". Die beiden Einrichtungen teilen sich die Grünflächen, die in der Mitte eingefriedet wurden. Die Wiese wird im Frühjahr zum Spiel- und Freizeitgelände umgestaltet. „Immer mehr 
Mütter steigen 
in den Beruf ein". Die direkte Nachbarschaft von Kita und Jugendhaus habe Vorteile für beide Einrichtungen. „Da werden sich sicher große Synergieeffekte ergeben", glaubt Liebschwager. Auch Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide ist mit dieser Lösung mehr als zufrieden. Sie sprach die Trägervielfalt in Marienfeld an, wo neben der evangelischen Kirche auch der Wertkreis und die katholische Gemeinde Kitas leiten. „Es ist gut, dass diese Immobilie, die zum Schluss nur restgenutzt wurde, endlich aufgewertet wird", sagte die Bürgermeisterin. Sie betonte, dass die neue Kita deutlich zur Entspannung der Kindergartensituation in Harsewinkel beitrage. „Das Anmeldeverhalten ändert sich rapide. Immer mehr Mütter steigen in den Beruf ein und suchen eine Betreuung für ihre Kinder."

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