Hilferuf: Der Reit- und Fahrverein Harsewinkel plant, mit der Unterstützung von Vereinsmitgliedern, Freunden und Gönnern den Turnierplatz am Waldhof zu erwerben. - © Markus Schumacher
Hilferuf: Der Reit- und Fahrverein Harsewinkel plant, mit der Unterstützung von Vereinsmitgliedern, Freunden und Gönnern den Turnierplatz am Waldhof zu erwerben. | © Markus Schumacher

Harsewinkel Reiter in Harsewinkel brauchen 75.000 Euro

Auf der Homepage und in sozialen Netzwerken bittet der Verein um Spenden

Markus Schumacher

Harsewinkel. Der traditionsreiche Reit- und Fahrverein Harsewinkel bittet um Hilfe und hat auf seiner Homepage und in einem Anschreiben an seine Mitglieder einen Spendenaufruf gestartet. Der älteste Pferdesportverein im Kreis Gütersloh will von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen und den Turnierplatz (rund 11.000 Quadratmeter) am Waldhof von Besitzerin Marianne Hanhart erwerben. Mit dem Kauf soll die Zukunft des 1922 gegründeten Vereins gesichert werden. Interesse an dem Areal hat auch der Landmaschinenhersteller Claas bekundet. Bis zum 6. Dezember will der Vorstand um den Vorsitzenden Maxi Hoberg (48) das benötigte Eigenkapital (rund 75.000 Euro) für einen Kredit zusammenbekommen. Anschließend sollen konkrete Verkaufsverhandlungen aufgenommen werden. Der Kaufpreis für die gesamte Fläche liegt im unteren sechsstelligen Bereich. "Wir sind guter Dinge, dass wir es schaffen. Der Rückhalt im Verein und in der Bevölkerung ist riesig", sagte Hoberg, der seit 2015 an der Spitze der rund 250 Pferdesportler aus der Mähdrescherstadt steht. "Die gute Jugendarbeit muss erhalten und fortgeführt werden." Der Verein hat in den vergangenen Jahrzehnten viel Herzblut in die Anlage gesteckt. Unter dem damaligen Vorsitzenden Henning Bultmann wurde 2007 ein neuer Außenplatz für die Dressur- und Springreiter angelegt. Der Allwetterplatz bietet den Springreitern 3.600 Quadratmeter Platz und den Dressurreitern 1.800 Quadratmeter. Die Plätze sind bei fast jedem Wetter benutzbar. Das Maiturnier in Harsewinkel genießt einen hervorragen Ruf in ganz Westfalen und ist ein Publikumsmagnet nicht nur wegen der guten Rahmenbedingungen. Die 1970 eingeweihte erste Reithalle und die 1993 fertiggestellte zweite größere Reithalle an der Münsterstraße befinden sich im Besitz des Vereins - das Grundstück ist noch für viele Jahre auf Erbpacht an den Verein gebunden. Die Mitglieder waren am 24. November zu einer Mitgliederversammlung im Hotel "Zur Brücke" in Greffen zusammengekommen und fassten den Beschluss, das Vorkaufsrecht auszuüben. "Die Versammlung hat ein klares Votum gefasst", arbeiten Maxi Hoberg und der stellvertretende Vorsitzende Michael Kremerskothen mit viel Engagement in dieser Angelegenheit für den Verein, um die benötigten Gelder zu erhalten. In dem Schreiben an die Mitglieder und Freunde des Reit- und Fahrvereins Harsewinkel heißt es: Um den Kauf der Reitplätze realisieren zu können, ist der Verein auf Spenden der Vereinsmitglieder und Sponsoren angewiesen. Das Spendenkonto für den Kauf des Geländes kann auf der Homepage des Vereins eingesehen werden: www.www.rfv-harsewinkel.de

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