Einzug: Begleitet von Bannerträgern zog die Geistlichkeit ein. - © Joe Cubick
Einzug: Begleitet von Bannerträgern zog die Geistlichkeit ein. | © Joe Cubick

Harsewinkel In der renovierten St.-Lucia-Kirche feierten die Christen einen feierlichen Gottesdienst

Zu den Höhepunkten gehörte die Salbung des neuen Altars

Joe Cubick

Harsewinkel. Mit einem feierlichen Gottesdienst unter der Leitung von Bischof Dr. Felix Genn wurden am Samstagabend die Pfarrkirche St. Lucia wiedereröffnet und der neue Altar geweiht. In seiner Predigt sprach der Münsteraner Bischof, der sich freute, endlich einmal in der St.-Lucia-Gemeinde zu sein, vor dem voll besetzten Kirchensaal von "einem wunderbaren Bau" und "einem schön renovierten Gotteshaus". "Der Altar will aus der Mitte zu euch sprechen", erklärte der geistliche Würdenträger und betonte, "unser Leben hat kein Verfallsdatum, sondern Ewigkeit". Zur Einzugsprozession hatten sich der Bischof und die katholischen Geistlichen sowie auch die Vertreter der evangelischen und aramäischen Gemeinde mit den Messdienern im Turm versammelt. Unter Begleitung vom Pfarrcäcilienchor unter der Leitung von Josef Stegt und mit den Bannerträgern Harsewinkeler Vereine zogen die Geistlichen zunächst zum Taufbecken, wo das Taufversprechen erneuert wurde und der Bischof anschließend die Gläubigen besprengte. Nachdem die Reliquien der heiligen Felizitas und Christina im neuen Altar beigesetzt waren, folgte die Besprengung und Salbung des Altars. Dazu wurden gekreuzte Wachsdochte und Weihrauchkörner auf dem Gottestisch verteilt und von Bischof Genn und seinen Konzelebranten Pater Paul Varghese, Dechant Wim Wigger, Pater Gottfried Meier und Pater Christian Roy entzündet. Nach etwa einem Jahr Bauzeit erstrahlt die St.-Lucia-Kirche nun wieder im festlichen Glanz. Wie ausführlich berichtet, wurde das Gotteshaus komplett leer geräumt. Unter anderem wurden der Fußboden, Lautsprecher, Heizung und Zugänge erneuert, die Wände neu gestrichen und die elektrische Installation komplett ersetzt. Dabei hat sich die Kirchengemeinde nicht immer leicht getan mit dieser Baumaßnahme. Schon seit 1993 wurden immer wieder Überlegungen angestellt. Auch Teile der Bevölkerung sahen das Projekt durchaus kritisch. Nun steht die Kirche, "ein Schmuckstück, schlicht, einladend, offen und ohne überflüssigen Prunk", wie Dechant Wim Wigger beschreibt, wieder allen Betern offen. Gestern konnte sie besichtigt werden.

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