Leonhard Sieweke und Regina Meißner-Schlömer haben den ersten Klosterhoftag und den Stelenpark eröffnet. - © Guitano Darhoven
Leonhard Sieweke und Regina Meißner-Schlömer haben den ersten Klosterhoftag und den Stelenpark eröffnet. | © Guitano Darhoven

Harsewinkel So war der erste Klosterhoftag in Marienfeld

Der neue 1,2 Kilometer lange Zisterzienserpfad wird seiner Bestimmung übergeben

Guitano Darhoven

Marienfeld. Premiere in Marienfeld: Im Rahmen des ersten Klosterhoftages ist am Sonntagnachmittag der Stelenpark entlang des 1,2 Kilometer langen Zisterzienserpfades durch das herrlich gelegene Klostergelände seiner Bestimmung übergeben worden. Außerdem standen die intensive Umgestaltung des Klosterhofs, die Vorstellung der Infobroschüre und der 75 Meter lange neue Klosterhof-Fußweg im Mittelpunkt der Veranstaltung, zu der Leonhard Sieweke und Meinhard Dopheide vom 2014 gegründeten Klosterhofkreis gemeinsam mit dem Manager der „Klosterpforte", Christopher Schemmink, eingeladen hatten.Begleitet wurde der Nachmittag vom Saxofonisten Christian Wolf. Zudem gab es kleine Gaumenfreuden, zubereitet vom „Klosterpforte"-Küchenteam. 63 Sponsoren hatten 8.000 Euro für das Stelenprojekt gespendet. 13 Stelen, deren Basis gewollt angerostete Cortenstahlträger sind, wurden mit satinierten Glasplatten, auf denen ein kurzer Informationstext über den jeweiligen Standort zu lesen ist, sowie darunter befindlichen Edelstahlplatten mit Standortangaben ausgestattet. Dass der Klosterhof früher einmal ein riesiges Versorgungszentrum für die Mönche war, zeigt sich nicht nur darin, dass es 52 Einstellplätze für Pferde gab, sondern dass sich auch Jäger, Schmiede, Müller, Brauer, Ärzte, Schreiber und sogar ein Klostersekretär dort niederließen. Durch die Stelen soll an historische Besonderheiten erinnert werden, so unter anderem an die Wadenhartkapelle, das Mahnmal, das Torhaus der Klosterpforte, an eine Mühle und eine Brauerei, ein Konvents- und Gästehaus, an den Konventsgarten, an die die Bockemühle, die Klosterkirche und den Abtsgarten. Leonhard Sieweke erklärte bei der Begrüßung, dass man mit dem ersten Klosterhoftag erstmal üben wolle. „Wir haben kein riesiges Programm, sondern möchten einfach nur vorstellen, was wir in den letzten zwei Jahren so erreicht haben. Dabei sind wir überaus dankbar für das, was wir hier machen konnten – und vielleicht noch machen können." In seinen Dank bezog er auch die Schar fleißiger Helfer („die mit der Schüppe richtig malocht haben") sowie Vertreter aus Verwaltung und Politik mit ein. So gab es für die Sanierungsmaßnahmen auf dem Klosterhof insgesamt 30.000 Euro aus dem städtischen Etat. „Durch die vielen Eigenleistungen haben wir rein wertmäßig die Hälfte noch dazu gelegt, und wir hatten noch die Unterstützung von Sponsoren", so Sieweke. Herzstück der gesamten Arbeiten sei aber der Zisterzienserpfad. „Da erklären wir durch die Tafeln auf den Stelen, was es hier zu entdecken gibt, was im Laufe von 618 Jahren Klostergeschichte hier passiert ist, welche alten Gebäude es nicht mehr gibt und welche erhalten blieben." Der Stelenpark wurde zu 99 Prozent durch Spenden finanziert. Besucher des Klosterhofs können die Stelen auf eigene Faust erkunden, sie können aber auch auf das Wissen der Stadtführer Heinrich de Byl oder Trude Fredriksen zurückgreifen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Meißner-Schlömer (SPD) betonte, das man in Harsewinkel nicht sehr viele denkmalgeschützte Anlagen und Gebäude habe – und so sei gerade der Klosterhof mit der Abtei und den weiteren Gebäuden etwas ganz Besonderes. Sie wolle sich im Namen der Stadt bei den vielen Ehrenamtlichen bedanken, die in regelmäßigen und kontinuierlichen Einsätzen dazu beigetragen hätten, dass der Klosterhof nicht nur attraktiv geworden sei, sondern dass seine Geschichte bewahrt werde. „Durch das breitgefächerte Engagement ist das Areal wieder ein Mittelpunkt von Marienfeld geworden, was ich sehr schön finde."

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